Republikanischer Club - neues Österreich

Donnerstag, 23. Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

Der AUFMACHER – die Medienrunde
„Der Aufmacher“ ist eine monatlich stattfindende Diskussionsrunde zu Medienthemen. Sie richtet sich an alle Medieninteressierten!
SPIEGEL-Korrespondent Hasnain KAZIM im Gespräch. Der deutsche Journalist Hasnain KAZIM berichtet seit 2004 für den SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE aus aller Welt. Nachdem ihm die türkische Regierung 2016 seine Akkreditierung nicht verlängerte, kam Kazim nach Wien. Über welche Themen berichtet man aus Österreich? Und: wie wirkt die österreichische Medienlandschaft auf einen Außenstehenden?

Montag, 20. Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

„DEM BUCHENWALD-HÄFTLING ROBERT BÖHMER AUF DER SPUR“
Film über die Zeit vor, während und nach seiner Haft im KZ Buchenwald
Sein Sohn Ronaldo (Ronny) BÖHMER präsentiert Dokumente, in denen die Nazis penibel festhielten, mit welchen Habseligkeiten Robert Böhmer im KZ ankam, welches seine Baracke war und über welche Geldmittel (in Form einer Art „Bankkonto“!) er dort verfügte, mit denen er u. a. den Privat-Zoo der SS mitzufinanzieren hatte. Ronny erzählt, wie sein Vater zum „Aktionsjuden“ wurde, wieso er als „reich“ galt, wie Typhus seine ursprüngliche Entlassung verhinderte, wohin ihn sein erster Weg nach der tatsächlichen Entlassung aus dem KZ führte und wie er dann auf Adolf Eichmann traf. Schließlich wurde Robert Böhmer in Frankreich noch als „feindlicher Ausländer“ interniert. Nach dem Film (35 min.) gibt es ein Gespräch mit Ronny BÖHMER. Moderation: Hans BESENBÖCK

Mittwoch, 15. Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

„HALTUNG – Flagge zeigen in Politik und Leben“ von Reinhold MITTERLEHNER
Reinhold MITTERLEHNER im Gespräch mit Doron RABINOVICI,
Elisabeth ORTH liest aus dem Buch „Haltung – Flagge zeigen in Politik und Leben“. Zwei Jahre nach seinem Rücktritt beschreibt Reinhold MITTERLEHNER in seinem Buch Haltung nicht nur seine Prägung in Kindheit und Jugend durch ein im Aufbruch befindliches Mühlviertel, sondern er schreibt auch über wichtige zeitgeschichtliche und politische Begebenheiten, die in den letzten Jahrzehnten Österreich beschäftigt und beeinflusst haben. Haltung zeigt aber auch die Sicht eines Politikers auf die Schwierigkeiten von Staat und Gesellschaft, mit der „Flüchtlingskrise“ umzugehen. Diese „Krise“ legte die Saat für einen massiven Wertewandel in der Gesellschaft in Richtung Skepsis und Ablehnung und gilt auch als Nährboden für den wachsenden Populismus. Der damit verbundene Machtwechsel, seine Hintergründe und eine Auseinandersetzung mit dem neuen Stil in der Politik nehmen in Haltung einen angemessenen Raum ein. Damit in Verbindung steht die Auseinandersetzung mit der Rolle der klassischen Medien und der „sozialen Medien“ sowie die Frage nach der Zukunft des Parteiensystems im Allgemeinen und der Volksparteien im Besonderen.

Dienstag, 14. Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

„DIE UNSICHTBARE FRAU“ von Eva JANCAK
Lesung aus dem Buch “Die unsichtbare Frau”: Wien im Herbst 2017, kurz vor der Wahl, nach der sich wieder eine blau-schwarze Regierung bilden soll. Lilly Schmidt, die in New York Kuratorin am österreichischen Kulturinstitut ist, schreibt einen Blogroman, in dem sie eine “Unsichtbare Frau” – die prekär beschäftigte Deutschlehrerin Amanda Siebenstern – nächtens zu Donald Trump, Recep Erdogan, Wladimir Putin oder auch Minister Basti schickt, um ihnen die Leviten zu lesen, beziehungsweise sich in das Politgeschehen einzumischen.”

Donnerstag, 9.Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

FIPU: RECHTSEXTREMISMUS BAND 3: GESCHLECHTERREFLEKTIERTE PERSPEKTIVEN
Buchpräsentation
Band 3 der von der Wiener Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) herausgegebenen Rechtsextremismus-Reihe befasst sich mit Verhandlungen von Geschlecht im Rechtsextremismus. Der Band versucht sowohl einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu geben als auch auf bislang kaum bearbeitete Themenaspekte und Akteur_innen einzugehen. Dazu gehören etwa Phänomene wie die aktive Partizipation von Trans-Personen innerhalb des rechtsextremen Spektrums oder auch die grundlegende Inter- und Trans-Feindlichkeit der Szene. Weiters wird näher auf die Bedeutung von unterschiedlichen Männlichkeitskonstruktionen innerhalb der extremen Rechten eingegangen. Ein Fokus liegt zudem auf antifeministische Mobilisierungen, die verstärkt eine Scharnierfunktion zu anderen Akteur_innen und Ungleichheitsideologien wie Antisemitismus und Rassismus bilden. Bei der Buchpräsentation stellen zwei der Autor_innen: Judith GOETZ und Matthias FALTER, ihre Texte vor und Mitherausgeberin Eva GRIGORI gibt weitere Einblicke in das Buch.

Dienstag, 7. Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

DAS ÜBERLEBEN ALS AUFTRAG
Über das Leben und Werk Primo LEVIS spricht Helmut RIZY
Eigentlich war Primo LEVI Chemiker, er übte diesen Beruf auch – sofern man ihn ließ – bis zu seiner Pensionierung aus. Als Widerstandskämpfer wurde er von den italienischen Faschisten verhaftet und eingesperrt, als Jude von den Nazis nach Auschwitz verschleppt. Es war ihm, der überlebt hat, ein Bedürfnis, das Erlebte festzuhalten und er schuf ein Werk der Weltliteratur. Schriftsteller war er dann bis zu seinem Lebensende. Helmut RIZY (Schriftsteller, bekannt geworden durch Hasenjagd im Mühlviertel, u.a.)

Montag, 29. April 2019, 19 Uhr, im RC:

AUFMACHER-MEDIENRUNDE
Der EPA-Pressefotograf Christian BRUNA wird über Veränderungen in der Medienbranche sprechen.

Donnerstag, 25. April 2019, 19 Uhr, im RC:

LOUISE MICHEL – TEXTE UND REDEN MIT EVA GEBER
Buchpräsentation
Eva GEBER präsentiert das Folgebuch zu ihrem biographischen Roman „Die Anarchistin und die Men-schenfresser“. Darin sind Originaltexte und Reden von Louise Michel, der großen Ikone der Pariser Commune 1871, größtenteils in voller Länge übertragen. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die poetischen Legenden der indigenen Ureinwohner, die Michel zur Zeit ihrer Deportation gesammelt hat. Sie wurden bisher noch niemals ins Deutsch übersetzt.

Mittwoch, 24. April 2019, 19 Uhr, im RC:

NARZISSMUS UND KONFORMITÄT
Richard SCHUBERTH
Einen völlig neuen Blick auf das Reizthema Narzissmus wirft der Wiener Schriftsteller und Kulturkritiker Richard SCHUBERTH. In seinem Essay ›Narzissmus und Konformität‹ bürstet er den pathologischen Selbstbezug gegen den Strich und entwirft ein breites ideologiekritisches Panorama einer Gesellschaft, die in ihrer neoliberalen Verfasstheit nichts anderes als narzisstisch sein kann und in der das notwendig fragile Ich permanent zwischen persönlicher Entwertung und Allmachtsfantasien aufgerieben wird.Sein Hauptaugenmerk legt Schuberth auf einen gesellschaftlichen Konformismus, der durch die eitle Sucht nach Bestätigung geregelt wird und gerade Versuche von individueller Autonomie als narzisstisch ahndet. Besonders deutlich wird das in der ›Likeokratie‹ der Sozialen Netzwerke.

Dienstag, 9. April 2019, 19 Uhr, im RC:

DIE STADT ALS TEXT
Eine Veranstaltung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung
„Die Stadt ist ein Buch. Der Spaziergänger sein Leser“ (Cees Nooteboom). Überall begegnet uns Geschriebenes: Hinweis- und Verbotsschilder, Reklame, Graffitis … manchmal humor- und phantasievollen oder auch aggressiv. Unterschiedliche Interessen ver-einnahmen die urbanen Textfelder und zeigen die Machtverhältnisse. Wem gehört der öffentliche Raum? Wer darf plakatieren? Wer zwingt uns Werbebotschaften, Marken und Logos auf? Nach wem sind die Straßen benannt? Fünf Autorinnen und Autoren setzen sich literarisch mit diesen Fragen auseinander: Lucas CEJPEK, Ilse KILIC, Margret KREIDL, Fritz WIDHALM, Irene WONDRATSCH

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