Veranstaltungsreihe im RC – LEBENSGESCHICHTEN:
„Berîvan ASLAN und der Kampf um die Freiheit“
Berîvan ASLAN wurde in der Türkei als Tochter eines kurdischen Menschenrechts-Aktivisten geboren. Im Gespräch mit dem Journalisten Fred TURNHEIM berichtet sie über prägende Erfahrungen von Rassismus, frauenfeindlicher und ethnisch motivierter Mehrfachdiskriminierung, über Bedrohungen, Polizeischutz und einen vereitelten Attentatsplan.
Buchpräsentation „bei goethe ist stop“
Norbert C. Kasers Brixner Rede aus dem Jahr 1969
Roland INNERHOFER (Germanist) und der Herausgeber Matthias BREIT präsentieren das Buch mit einem Ausschnitt aus dem Mittschnitt von Kasers Rede im August 1969.
Rainer EGGER liest Lyrik, Prosa und Briefe von Norbert C. Kaser.
Elisabeth ORTH liest aus dem Buch „Haltung – Flagge zeigen in Politik und Leben“.
Zwei Jahre nach seinem Rücktritt beschreibt Reinhold MITTERLEHNER in seinem Buch Haltung nicht nur seine Prägung in Kindheit und Jugend durch ein im Aufbruch befindliches Mühlviertel, sondern er schreibt auch über wichtige zeitgeschichtliche und politische Begebenheiten, die in den letzten Jahrzehnten Österreich beschäftigt und beeinflusst haben.
Haltung zeigt aber auch die Sicht eines Politikers auf die Schwierigkeiten von Staat und Gesellschaft, mit der „Flüchtlingskrise“ umzugehen. Diese „Krise“ legte die Saat für einen massiven Wertewandel in der Gesellschaft in Richtung Skepsis und Ablehnung und gilt auch als Nährboden für den wachsenden Populismus. Der damit verbundene Machtwechsel, seine Hintergründe und eine Auseinandersetzung mit dem neuen Stil in der Politik nehmen in Haltung einen angemessenen Raum ein. Damit in Verbindung steht die Auseinandersetzung mit der Rolle der klassischen Medien und der „sozialen Medien“ sowie die Frage nach der Zukunft des Parteiensystems im Allgemeinen und der Volksparteien im Besonderen.
Lesung aus dem Buch „Die unsichtbare Frau“: Wien im Herbst 2017, kurz vor der Wahl, nach der sich wieder eine blau-schwarze Regierung bilden soll.
Lilly Schmidt, die in New York Kuratorin am österreichischen Kulturinstitut ist, schreibt einen Blogroman, in dem sie eine „Unsichtbare Frau“ – die prekär beschäftigte Deutschlehrerin Amanda Siebenstern – nächtens zu Donald Trump, Recep Erdogan, Wladimir Putin oder auch Minister Basti schickt, um ihnen die Leviten zu lesen, beziehungsweise sich in das Politgeschehen einzumischen.“
FIPU: RECHTSEXTREMISMUS BAND 3: GESCHLECHTERREFLEKTIERTE PERSPEKTIVEN
Buchpräsentation
Band 3 der von der Wiener Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) herausgegebenen Rechtsextremismus-Reihe befasst sich mit Verhandlungen von Geschlecht im Rechtsextremismus. Der Band versucht sowohl einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu geben als auch auf bislang kaum bearbeitete Themenaspekte und Akteur_innen einzugehen. Dazu gehören etwa Phänomene wie die aktive Partizipation von Trans-Personen innerhalb des rechtsextremen Spektrums oder auch die grundlegende Inter- und Trans-Feindlichkeit der Szene. Weiters wird näher auf die Bedeutung von unterschiedlichen Männlichkeitskonstruktionen innerhalb der extremen Rechten eingegangen. Ein Fokus liegt zudem auf antifeministische Mobilisierungen, die verstärkt eine Scharnierfunktion zu anderen Akteur_innen und Ungleichheitsideologien wie Antisemitismus und Rassismus bilden.
Bei der Buchpräsentation stellen zwei der Autor_innen:
Judith GOETZ und
Matthias FALTER, ihre Texte vor und Mitherausgeberin
Über das Leben und Werk Primo LEVIS spricht Helmut RIZY
Eigentlich war Primo LEVI Chemiker, er übte diesen Beruf auch – sofern man ihn ließ – bis zu seiner Pensionierung aus. Als Widerstandskämpfer wurde er von den italienischen Faschisten verhaftet und eingesperrt, als Jude von den Nazis nach Auschwitz verschleppt. Es war ihm, der überlebt hat, ein Bedürfnis, das Erlebte festzuhalten und er schuf ein Werk der Weltliteratur. Schriftsteller war er dann bis zu seinem Lebensende.
Helmut RIZY (Schriftsteller, bekannt geworden durch Hasenjagd im Mühlviertel, u.a.)
Der EPA-Pressefotograf Christian BRUNA wird über Veränderungen in der Medienbranche sprechen.
Macht der Bilder – Pressefotograf Christian Bruna im Gespräch PressefotografInnen versuchen den „entscheidenden Augenblick“ einzufangen. Die große Nachfrage nach Bildern – angefeuert von den Online-Medien – trifft aber auf schrumpfende Redaktionsbudgets. Neue Technologien – u.a. Drohnen, 360-Grad-Kameras – ermöglichen FotografInnen zusätzliche journalistische Möglichkeiten. Ethische Fragen, was Fotojournalismus darf und was nicht, stehen aber weiterhin auf der Tagesordnung.
Der Wiener Fotograf Christian Bruna (32) war in den vergangenen Jahren viel unterwegs: Ski-Weltcup, Olympische Winterspiele, Iran-Gespräche, Flüchtlingslager am Balkan, Gaza-Streifen und österreichische Innenpolitik. Seine Fotoserie „Auf der Flucht“ wurde im Jahr 2016 im Rahmen des angesehenen österreichischen „Objektiv“-Fotopreises prämiert.
Während des Politikwissenschaftsstudiums in Wien entdeckte Bruna seine Leidenschaft für die politische Fotografie und arbeitete dann als freier Mitarbeiter (Stringer) für die Nachrichtenagenturen Associated Press (AP), Agence France Press (AFP) und Reuters. Später fotografierte er auch für Zeitungen und wurde im Jahr 2015 der zuständige Österreich-Fotograf der European Pressphoto Agency (EPA) und war auch für die EPA zeitweise in München stationiert.
Beim Aufmacher wird Christian Bruna von seinem Werdegang als Pressefotograf erzählen und unter anderem darüber sprechen, wie sich der Fotojournalismus in den vergangenen zehn Jahren verändert hat.
Der Aufmacher ist eine monatlich stattfindende Diskussionsrunde zu Medienthemen. Sie richtet sich an alle Medieninteressierten! Auf einen kurzen Vortrag von Christian Bruna folgt eine Diskussionsrunde. Anschließend lassen wir den Abend mit Getränken ausklingen. Der Eintritt ist frei!
Eva GEBER präsentiert das Folgebuch zu ihrem biographischen Roman „Die Anarchistin und die Men-schenfresser“.
Darin sind Originaltexte und Reden von Louise Michel, der großen Ikone der Pariser Commune 1871, größtenteils in voller Länge übertragen. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die poetischen Legenden der indigenen Ureinwohner, die Michel zur Zeit ihrer Deportation gesammelt hat. Sie wurden bisher noch niemals ins Deutsch übersetzt.
Einen völlig neuen Blick auf das Reizthema Narzissmus wirft der Wiener Schriftsteller und Kulturkritiker Richard SCHUBERTH.
In seinem Essay ›Narzissmus und Konformität‹ bürstet er den pathologischen Selbstbezug gegen den Strich und entwirft ein breites ideologiekritisches Panorama einer Gesellschaft, die in ihrer neoliberalen Verfasstheit nichts anderes als narzisstisch sein kann und in der das notwendig fragile Ich permanent zwischen persönlicher Entwertung und Allmachtsfantasien aufgerieben wird.
Sein Hauptaugenmerk legt Schuberth auf einen gesellschaftlichen Konformismus, der durch die eitle Sucht nach Bestätigung geregelt wird und gerade Versuche von individueller Autonomie als narzisstisch ahndet. Besonders deutlich wird das in der ›Likeokratie‹ der Sozialen Netzwerke.
Eine Veranstaltung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung
„Die Stadt ist ein Buch. Der Spaziergänger sein Leser“ (Cees Nooteboom). Überall begegnet uns Geschriebenes: Hinweis- und Verbotsschilder, Reklame, Graffitis … manchmal humor- und phantasievollen oder auch aggressiv. Unterschiedliche Interessen ver-einnahmen die urbanen Textfelder und zeigen die Machtverhältnisse. Wem gehört der öffentliche Raum? Wer darf plakatieren? Wer zwingt uns Werbebotschaften, Marken und Logos auf? Nach wem sind die Straßen benannt?
Fünf Autorinnen und Autoren setzen sich literarisch mit diesen Fragen auseinander:
DIE NS-ZEIT IM BILDGEDÄCHTNIS DER ZWEITEN REPUBLIK
Buchpräsentation und Podiumsdiskussion
Mit: Karin LIEBHART,
Ina MARKOVA,
Oliver RATHKOLB
und Heidemarie UHL.
Moderation: Linda ERKER.
Für die Reihe „Der Nationalsozialismus und seine Folgen“ wird Herausgeber Bertrand PERZ eröffnende Worte sprechen.
“The past is a foreign country: they do things differently there“, schreibt L. P. Hartley in „The Go-Between”. Dieses „fremde Land” Österreich hat Ina Markova in ihrer 2018 beim Studien Verlag erschie-nenen Dissertation untersucht – im Mittelpunkt steht die visuelle Erschaffung der Vergangenheit mittels historischer Fotografien in der Zweiten Republik. Wer wann welche Interessen hatte, bestimmte Aspekte von österreichischer Geschichte auch im wahrsten Sinne des Wortes zu verdunkeln, ist Thema der auf die kurze Buchpräsentation folgenden Podiumsdiskussion.
Die FPÖ inszeniert sich gerne als Partei, die die Interessen der Beschäftigten und soziale Anliegen vertreten würde. Die wirtschafts- und sozialpolitische Programmatik der aktuellen Neuauflage der schwarz-blauen Regierung ist jedoch geprägt vom 12-Stunden-Tag, Kürzungen bei der Mindestsicherung, verschärftem Druck auf Arbeitslose und einer Entmachtung der Arbeitnehmervertreter_innen in den Krankenkassen. Begleitet werden Vorhaben des Abbaus sozialstaatlicher Leistungen oft mit wohl-fahrtschauvinistischer Rhetorik. Darüber hinaus bestehen Pläne für eine Senkung der Unternehmensbesteuerung und eine stärkere Besteuerung von Vermögenden wird ausgeschlossen. Welche historische Tradition hat neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik in der FPÖ? Und welche Rolle spielt diese Ideologie in der aktuellen blauen Regierungspolitik?
Podiumsdiskussion:
Michael BONVALOT (Journalist & Autor des Buches „Die FPÖ – Partei der Reichen“)
Hanna LICHTENBERGER (Politikwissenschafterin an der Universität Wien, Mitherausgeberin des Buches „Unbeugsam & Unbequem. Debatten über Handlungsräume und Strategien gegen die extreme Rechte“)
LICRA – Ligue Internationale Contre le Racisme et l'Antisémitisme – Österreich Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus 1010 Wien, Rockhgasse 1 www.repclub.at/licra licra.oesterreich2(AT)gmail.com Die LICRA in Österreich Die Mutterorganisation wurde 1928 in Paris gegründet, damals noch mit dem Namen LICA (Ligue Internationale Contre l’Antisémitisme), und zwar zu einer Zeit, in der Antisemitismus in Europa […]