Donnerstag, 7. Mai 2026, im RC, Fischerstiege 1-7,1010 Wien, Beginn 19 Uhr
Aufarbeitung: Österreichs problematische Geschichte im Spiegel der Literatur
Der Literaturverein Sisyphus präsentiert eine Lesung
Doron RABINOVICI und Robert SCHINDEL lesen aus ihren Werken.
Mittwoch, 13. Mai 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr
Junge ukrainische Dichter:innen über den Krieg
Theodor Kramer Gesellschaft
Zweisprachige Lesung mit Gespräch
Mit: Oksana Osmolovs’ka, Annemarie Türk, Alois Woldan
Johann NIKOLUSSI und Matthias BREIT lesen Texte von Deserteuren und ihren Helferinnen aus dem Passeiertal. Musik: Matthias LEGNER (Vibraphon).
Anschließend Gespräch mit dem Historiker Peter PIRKER, der in den kommenden drei Jahren an der Universität Innsbruck ein großangelegtes Forschungsprojekt über Wehrmachtsdeserteure in Tirol leiten wird. In Zusammenarbeit mit dem Personenkomitee „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“.
Vor 80 Jahren, im Herbst 1939, kam es bei der Option in Südtirol zu einer erdrückenden Zahl von Ja-Stimmen für die Auswanderung in den NS-Staat. 1943 wird Südtirol in der Operationszone Alpenvorland faktisch annektiert. Mit den fast 85 Prozent Ja-Stimmen für das nazistische Deutschland 1939 bestand nach der Befreiung 1945 die begründete Gefahr, dass die Südtiroler zur Gänze als Sympathisanten der Nazis wahrgenommen werden. Daher erlangte in den Monaten unmittelbar nach Kriegsende eine verschwindend kleine Gruppe von Südtirolern plötzlich ungeheure politische Bedeutung: die rund 300 Deserteure, die den Dienst im Vernichtungskrieg der Wehrmacht – oft mit Unterstützung ihrer Verwandten – verweigert hatten. Das Zentrum dieser Form des Widerstandes in Südtirol war das Passeiertal. In keinem anderen Tal hat es so viele Deserteure gegeben, in keinem anderen Tal war aber auch die Repression vonseiten der einheimischen NS-Funktionäre so hart wie im Passeiertal …
Autobiographische Erzählungen von Schriftstellerinnen aus Nepal
(übersetzt von Johanna Buß und Alaka Atreya Chudal)
Erstes Wiener Lesetheater „Frauen lesen Frauen“
Es lesen: Alaka Altreya CHUDAL, Judith GRUBER-RIZY (Idee und Organisation), Linda KREISS (Einführung und Textauswahl) und Christa NEBENFÜHR.
Bei den ausgewählten Texten geht es um die verschiedensten Erfahrungen und Wahrnehmungen nepalesischer Frauen, die sich allesamt nicht in ihre von der Kultur vorgesehene Rolle fügen wollen, sondern sich beherzt die Möglichkeit zum Schreiben und zur Schriftstellerei erkämpfen. Damit haben sie oft enormen Widerstand in der Familie und der Verwandtschaft zu überwinden und müssen dafür in einigen Fällen auf vieles andere verzichten.
“DAS ERSTE DER LETZTEN ZEHN – Aus einem selbstbestimmten Frauenleben”
Von Anka MAIROSE
Im Rahmen des Festivals “Nächte der PhilosophInnen” liest Anka MAIROSE aus ihrem philosophischen Roman Passagen, welche mit Fokus auf den Festival-Schwerpunkt “Natur und Gesellschaft” Fragen wie Schuld und Schicksal, Erinnern und Vergessen, Geschlechterdifferenz und Liebe thematisieren. In dem daran anschließenden moderierten Gespräch sollen der Aspekt der Zeit und kritische Reflexionen im Mittelpunkt stehen. Von Interesse ist dabei ein Wertevergleich im Kampf um Frauenrechte in den wilden 70er Jahren und dem heutigen Rollback in Frauenfragen.
Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich
Buchpräsentation und Diskussion.
Gemeinsam mit dem Zeithistoriker Oliver RATHKOLB, der Philosophin Elisabeth NEMETH und dem Psychologen Gerhard BENETKA entwerfen die Herausgeber Andreas KRANEBITTER und Christoph REINPRECHT eine Disziplinen-übergreifende Perspektive auf die Rolle der Geistes- und Sozialwissenschaften.
Die These der "kontaminierten Wissenschaften" ist dabei insbesondere auch dort von Interesse, wo es um die Analyse aktueller Tendenzen des Autoritären geht; zur Diskussion steht gewissermaßen das Verhältnis von autoritärer Wissenschaft und kritischer Analyse des Autoritarismus. Der Band "Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich" (Bielefeld, transcript 2019) beschäftigt sich mit der Frage, wie die erst spät universitär verankerte Soziologie in Österreich den Nationalsozialismus thematisiert hat: Wie verhielt sie sich im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen? Und in welcher Weise hemmen die nationalsozialistischen Kontaminationen noch heute das analytische und kritische Vermögen des Fachs?
Im Dezember 2017 trat die Neuauflage von Schwarz-Blau an, um mit „neuem Stil“ zu regieren. Was das bedeutete, wurde schnell klar: Einschnitte im Sozialstaat und im Arbeitsrecht, spaltende Politik nicht zuletzt gegen Migrant_innen und Armutsgefährdete und ein offenes Ohr für die Anliegen der Unternehmenslobbys. Die nach dem Ibiza-Skandal ausgerufene Nationalratswahl ergab ein vielschichtiges Bild: Ein Partner der Weit-Rechts-Koalition verlor stark an Stimmen, der andere gewann deutlich dazu. Die SPÖ verlor an Wähler_innen, die Grünen zogen deutlich gestärkt wieder ins Parlament ein. Die Neos legten leicht zu.
Welche Regierungszusammensetzung erscheint nun am wahrscheinlichsten? Und vor allem: Was bedeutet das für die Richtung, in die das Land steuert, und die Perspektiven und Strategien jener Kräfte, die für sozialen und ökologischen Fortschritt kämpfen?
DIE KUNST DER KARIKATUR – Aufmacher die Medienrunde
Michael PAMMESBERGER im Gespräch
Fast alle österreichischen Tageszeitungen leisten sich noch eine tägliche Karikatur. Mit einem guten politischen Cartoon erfasst man eine Aussage in nur wenigen Momenten. Seit 1997 ist das Michael Pammesbergers Aufgabe beim Kurier.
Michael PAMMERSBERGER, Jahrgang 1965, studierte Rechtswissenschaften und gewann 1991 den Leserwettbewerb der Oberösterreichischen Nachrichten. Von 2015 bis 2017 zeichnete er für News. 2018 wurde sein Werk mit dem Walther-Rode-Preis ausgezeichnet.
Nina HORACZEK (Politologin, Autorin und Redakteurin) und Sebastian WIESE (Rechtsanwalt) stellen ihr neues Buch vor. Anschließend Diskussion mit Akteur_innen aus der Zivilgesellschaft aus unterschiedlichen Generationen.
Mit: Irmtraut KARLSSON (dzt. Vorsitzende d. Steine der Erinnerung, Josefstadt) und Maris FILIPIC (Aktivist_in Fridays4Future Wien).
Melanie PICHLER (Institut für Soziale Ökologie an der BOKU) und
Lukas LIEBMANN (System Change Not Climate Change).
Mit Protesten und Demonstrationen hat die Klimabewegung im vergangenen Jahr Bewusstsein geschaffen für die Dringlichkeit und die Gefahren der Erderwärmung. Parallel dazu waren Hitzewellen im letzten Sommer (und den Jahren davor) zunehmend eine Belastung für das Leben in der Stadt. Bis zu einem gewissen Grad ist der globale Temperaturanstieg auch in Wien bereits spürbar. Ausgehend davon sollen Klimaschutz und Stadtpolitik im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen: Was muss konsequente Klimapolitik in Wien können? Reichen Fassadenbegrünungen und Wassersprenkler aus? Wie sieht eine Stadt aus, die den CO2-Ausstoß drastisch reduziert? diskutieren.
Veranstaltet wird der Abend von einer Gruppe an Aktivist*innen, die sich im Rahmen von "Aufbruch" zusammengefunden hat. Der RC unterstützt diese Veranstaltung.
Fritz SCHILLER beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Entwicklung der Löhne und Gehälter in Österreich. Er stellte sich die Frage, ob die u.a. von den Gewerkschaften postulierte Lohnleitlinie der produktivitäts- und solidarischen Lohnpolitik in der Vergangenheit erreicht wurde oder nicht.
Fritz SCHILLER ist Ökonom, Betriebsratsvorsitzender einer Spezialbank, Mitglied des Bundesvorstan-des der GPA-djp, Mitglied der AK-Wien und der Bundesarbeitskammer (für die AUGE/UG) und Vorstandsmitglied der Wiener Gebietskrankenkasse.
Ziel des nationalsozialistischen „Erziehungsstaates“ war es, „Werte“ in die Köpfe der heranwachsenden Generation zu implantieren, die weit außerhalb jeglicher aufklärerisch-humanistischer Wertvorstellungen lagen. Anhand von Erinnerungen und Schulhefteintragungen, einer Reihe von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen sowie Dokumentationsmaterialien, die in öffentlich zugänglichen Archiven nicht zu finden sind, erlaubt die Studie einen mikrogeschichtlichen Einblick in die schulische NS-Alltagswelt – weit über das Untersuchungsfeld hinaus.
LICRA – Ligue Internationale Contre le Racisme et l'Antisémitisme – Österreich Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus 1010 Wien, Rockhgasse 1 www.repclub.at/licra licra.oesterreich2(AT)gmail.com Die LICRA in Österreich Die Mutterorganisation wurde 1928 in Paris gegründet, damals noch mit dem Namen LICA (Ligue Internationale Contre l’Antisémitisme), und zwar zu einer Zeit, in der Antisemitismus in Europa […]