Republikanischer Club - neues Österreich

Montag, 26. Jänner 2015, 19 Uhr, im RC:

JE SUIS CHARLIE, JE SUIS JUIF!
Diskussion mit: Pierre AVÉDIKIAN (Vorstand „Français du Monde“), Isolde CHARIM (Philosophin, Publizistin), Andrea Maria DUSL (u.a. Autorin und Zeichnerin), Gilles MUSSARD (Regisseur und Künstler), Jérôme SEGAL (Wissenschaftler, Journalist, hat für CHARLIE geschrieben), Moderation: Alexander EMANUELY (RC). Das Morden in Paris hat knappe 50 Stunden gedauert, vom 7. Jänner 2015 morgens bis zum 9. Jänner abends, und stellt den traurigen Höhepunkt einer ganzen Terrorserie französischer JihadistInnen dar – Toulouse, Montauban, Brüssel und immer wieder Paris… – bei der auch gezielt Kinder, weil sie Juden und Jüdinnen waren, ermordet worden sind. Am 7. Jänner sind linke Intellektuelle das Ziel der Todesschwadrone vom IS und von al-Qaida gewesen. Fast alle MitarbeiterInnen der Zeitschrift CHARLIE HEBDO wurden während ihrer Redaktionssitzung, genauso wie Polizisten, von zwei religiösen Fanatikern ermordet. Südlich von Paris kam kaum 24 Stunden später eine Polizistin in der Nähe einer jüdischen Schule durch die Hand eines weiteren Terroristen ums Leben. Dieser ermordete bald danach vier Menschen in einem koscheren Supermarkt am östlichen Stadtrand von Paris, sein Ziel war Juden und Jüdinnen zu töten. Am Ende der Anschläge und Geiselnahmen gab es 17 Mordopfer, unzählige Schwerverletzte und drei getötete Terroristen. Am 11. Jänner gingen in Frankreich und in der ganzen Welt Millionen von Menschen auf die Straße, mit „Je suis Charlie“ und vereinzelt auch „Je suis Juif“ drückten sie ihre Solidarität mit den Ermordeten, ihre Ablehnung des Terrors, des Fundamentalismus, des Antisemitismus aus. Viele FranzösInnen wollen ein Ende der Gewalt, aber manche rechtfertigen, begrüßen sie sogar… Es gibt unerwartete Schulterschlüsse, Abgrenzungen aller Art und sehr unterschiedliche Vorschläge mit der Situation umzugehen. Jedenfalls hat der Terroranschlag Frankreich verändert, fragt sich nur wie…

Freitag, 23. Jänner 2015, 19 Uhr, im RC:

“INTELLIGENTSIA – helpless or dead?”
Gespräch mit dem polnischen Aktivisten Sławomir Sierakowski.
2002 erschien erstmals die Zeitschrift “Krytyka Polityczna”, der provokante Titel der 1. Ausgabe: “Intelligentsia – helpless or dead?” Eine Gruppe von linken Intellektuellen weitet seitdem ihre Aktivitäten Schritt für Schritt aus, ua. wird an über 20 Standorten in Polen und außerhalb Polens (zB Kiew), über Buchpublikationen, Vorträge und Ausstellungen “politische Kritik” geübt. Ein Gespräch mit dem Gründer und Vorsitzenden der Organisation zu Strategien linker Politik im polnischen und europäischen Kontext.
Am Podium: Sławomir SIERAKOWSKI (Krytyka Polityczna, Chefredakteur und Vorsitzender) und Thomas WALLERBERGER (RC).

Donnerstag, 22. Jänner 2015, 19 Uhr, im RC:

“ÜBER MANCHES, WORÜBER MAN NICHT SPRECHEN KANN, KANN MAN SCHREIBEN”
Lesung: mit Ekaterina HEIDER, Renate WELSH und Johanna WIESER. Einleitung und Moderation: Vladimir VERTLIB.
Veranstalter: Republikanischer Club – Neues Österreich und Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands. Renate Welsh (geb. 1937 in Wien), Johanna Wieser (geb. 1988 in Graz) und Ekaterina Heider (geb. 1990 in Irkutsk) – drei Autorinnen, deren Lebenserfahrungen und Perspektiven auf die Welt sich stark unterscheiden, die aber dennoch Wesentliches gemeinsam haben: mit hintergründiger, meist bitterer Ironie stellen sie die Zerbrechlichkeit des Lebens mit seinen Abhängigkeiten, Bedrohungen und Ängsten, seinen Zwängen und Einsamkeiten, aber auch Chancen, die es bietet, dar.

Dienstag, 20. Jänner 2015, 19 Uhr, im RC:

LESUNG “ROT”
Eine Veranstaltung der GAV (Grazer Autorinnen Autorenversammlung).
Rot, die stark aufgeladene Farbe: Als Signal erregt sie unsere Aufmerksamkeit. Wir verwenden sie als Symbol für eine politische Weltanschauung oder Partei und für starke Gefühle wie Liebe, Leidenschaft und Zorn. Rot pulsiert es in uns.
AutorInnen: Lucas CEJPEK, Christl GRELLER, Margret KREIDL, Günter VALLASTER, Irene WONDRATSCH

Donnerstag, 4. Dezember 2014, 19 Uhr, im RC:

“WAS BRAUCHT MANDELBAUM?” und andere offene Fragen
“Zwischenwelt”-Lesung mit Dine PETRIK, Alexander MELACH und Anja BRAUNWIESER.
Dine PETRIK erinnert sich an die „Schweigestadt“ Rechnitz, Alexander MELACH verzichtet auf das Filmen eines Überlebenden, Anja BRAUNWIESER macht sich an die Befragung Gottes.

Donnerstag, 27. November 2014, 19 Uhr, im RC:

ERSCHEINUNGSFORMEN DES POLITISCHEN IN DER GEGENWARTSLITERATUR.
8 POSITIONEN
Eine Veranstaltung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung
Teilnehmende: Lucas CEJPEK, Thomas HAVLIK, Max HÖFLER, Sabine MAIER, Christa NEBENFÜHR, Thomas NORTHOFF, Johannes TRÖNDLE, Anna WEIDENHOLZER, Moderation und Organisation: Petra GANGLBAUER, Ilse KILIC

Mittwoch, 26. November 2014, 19 Uhr, im RC:

Daphna AMIT (Übersetzerin, Jerusalem) und Dan ARNOLD (Reiseleiter, Benyamina):
ÜBER EINE ZIONISTISCHE FAMILIE IN BENYAMINA VON 1933 BIS ZUR GEGENWART
Eine Veranstaltung gemeinsam mit der Theodor Kramer Gesellschaft
in Kooperation mit dem Jewish Welcome Service
Begrüßung: Konstantin KAISER, Moderation: Evelyn ADUNKA

Freitag, 21. November 2014, 19.30 (!!) Uhr, im RC:

MEIN VATERLAND GING AUF DEN ROTEN STRICH
Lyrik aus Rumänien
Anlässlich der rumänischen Revolution vor 25 Jahren
Eine Veranstaltung des Ersten Wiener Lesetheaters mit Eva FILLIPP, Helga GOLINGER (Projektleitung), Jakub KAVIN, Maren RAHMANN, Fritz STEPPAT und Willi STELZHAMMER. Musikalische Begleitung: Robert BARGEHR (Djembe)

Donnerstag, 20. November 2014, 19 Uhr, im RC:

LEBENDIG IST, WAS WIDERSTEHT! – ARMAND GATTI
Kinoabend und Diskussion im RC
Zum 90. Geburtstag des Theatermachers Armand Gattis sprechen Ulf BIRBAUMER und Johanna BOREK (Inst. für Romanistik), Moderation: Alexander EMANUELY (RC)
Anschließend Projektion des Filmes “L’Enclos” (1961, 145 Min., OmeU)

Freitag, 14. November 2014, 19 Uhr, im RC:

“SYSTEMFEHLER: Spaltungsrhetorik als Entpolitisierung der Ungleichheit”
Alexandra Weiss (Hg.), ÖGB Verlag
Buchpräsentation mit der Herausgeberin Alexandra WEISS und den beiden Autor_innen: Sonja ABLINGER (ehem. Frauenvorsitzende der SPÖ-Oberösterreich) und Jörg FLECKER (Institut für Soziologie der Universität Wien / FORBA), Begrüßung: Brigitte LEHMANN (RC)

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