Donnerstag, 1. Oktober 2026, im RC, Fischerstiege 1, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr
DIE GESCHICHTE DER ZEITSCHRIFT SWS-RUNDSCHAU
Sozialwissenschaftliche Rundschau
Ein Abend zum Zurückblicken, Diskutieren und Feiern: Mit der aktuellen Ausgabe 1/2026 endet die Geschichte der Zeitschrift SWS-Rundschau / Sozialwissenschaftliche Rundschau. Dies möchte das Redaktionsteam zum Anlass nehmen, gemeinsam auf die vergangenen 25 Jahre Publikationstätigkeit zurückzublicken – auf Themen, Disziplinen, Autor*innen und Leerstellen. Wir laden herzlich zu einem interaktiven Abschlussabend ein, an dem wir Erinnerungen teilen, ausgewählte Stationen und Inhalte der Zeitschrift Revue passieren lassen und miteinander ins Gespräch kommen. Und nicht zuletzt möchten wir gemeinsam den Abschluss einer langen Zeitschriftengeschichte feiern – bei einem kalten Buffet und Gelegenheit zum weiteren Austausch. Wir freuen uns auf einen anregenden Abend und ein gemeinsames Abschiedsfest.
Mit: Christian SCHALLER, Marc BITTNER, Sigrid KROISMAYR, Petra HIRZER und Andreas SCHULZ-TOMANčOK
Mittwoch, 14. Oktober 2026, im RC, Fischerstiege 1–7, 1010 Wien. Beginn: 19:00 Uhr
Ukrainische Literatur als kraftvolles Zeichen des Widerstands
Präsentation der Zeitschrift Zwischenwelt (Nr. 3/2026)
Zeitschrift für Literatur und Kultur des Exils und des Widerstands
Theodor Kramer Gesellschaft
Gespräche und Lesungen mit: Theresa Bender-Säbelkampf, Astrid Nischkauer, Peter Roessler, Julia Stakhivska, Olena Umlauff.
Ukrainische Literatur als kraftvolles Zeichen des Widerstands lautet der Titel des Schwerpunkts der Ausgabe, kuratiert von Astrid Nischkauer. Der russische Angriffskrieg geht demnächst in den fünften Winter, der den Menschen in der Ukraine wieder unvorstellbar viel abverlangen wird. Eine wichtige Rolle, um den Menschen in dieser Situation Hoffnung zu geben, bietet die Literatur.
Unterstützt wurde der Schwerpunkt vom OeAD-Kooperationsbüro Lemberg und dem Ukraine Office Austria im österreichischen Außenministerium.
Politik, Aktivismus und Wissenschaft im Klimanotstand
Vortrag und Diskussion mit Reinhard STEURER (Univ. Prof. für Klimapolitik, BOKU Wien)
Moderation: Christine HULATSCH
2023 ist das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen und ist wahrscheinlich der Einstieg in eine von der Menschheit noch nie erfahrene Klimakatastrophe. Die Ursache für die Erderwärmung ist vor allem die zunehmende Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan in der Atmosphäre. Das bedeutet, es bedarf großer Anstrengungen, um den Ersatz von fossilen Energien zu bewerkstelligen. Weder weltweit noch in Österreich (Österreich befindet sich im Ranking bei den Schlusslichtern, in guter Gesellschaft mit z.B. China) werden ausreichend Anstrengungen unternommen. Ganz im Gegenteil, die CO2 Konzentration steigt weiter an. Die Politik betreibt vor allem Scheinklimaschutz… Das von der Regierung angekündigte Klimaschutzgesetz ist seit 1000 Tagen ausständig. Aber auch die internationale Politik ist in Richtung Scheinklimaschutz unterwegs, alle bis jetzt abgeschlossenen internationalen Abkommen haben sich als erfolglos herausgestellt. Erforderlich ist ein Umdenken in der Gesellschaft, die sich dann nicht mehr damit zufriedengibt, dass sie von der Politik mit Märchenerzählungen abgespeist wird. Univ. Prof. Steurer geht weiter, er ist überzeugt, dass das Zeitfenster bald zugeht, um die Klimakrise in den Griff zu bekommen und ist daher auch ein Befürworter von störendem Protest.
Buchpräsentation und Lesung von und mit Richard SCHUBERTH
Im Reader Rückkehr des Dschungels – Essays und andere Texte 2017– 2023 versammelt der Dichter, Gesellschaftskritiker und Kulturwissenschaftler Richard Schuberth Essays, Artikel, Satiren, Rezensionen und Interviews aus sechs Jahren. Texte zur Ära Kurz, dem Ukraine-Krieg, zu Karl Kraus, Queen Elizabeth, Konstantin Wecker, Shane MacGowan und Donald Trumps Mama, über MeToo, Genesen des Nationalismus, Metamorphosen des Antisemitismus, Perspektiven des Widerstands, Sprachkritik und seine eigene Jugend in den Dschungeln der Donau.
Richard SCHUBERTH, Rückkehr des Dschungels – Essays und andere Texte 2017– 2023, Klagenfurt: Drava 2023
Ungefähr 1400 österreichische Freiwillige aus Österreich verteidigten in den Internationalen Brigaden in den Jahren 1936-1939 die Spanische Republik gegen die putschenden Militärs unter Franco. Darunter sind auch 34 Österreicherinnen dokumentiert, die zum überwiegenden Teil im Internationalen Sanitätsdienst als Ärztinnen und Krankenschwestern den Kampf des republikanischen Spanien solidarisch unterstützten. Einige waren auch in anderen Bereichen als Journalistinnen, Dolmetscherinnen oder in Schulungsprogrammen für Frauen tätig. Nach dem Ende des Spanienkriegs 1939 konnten sie nicht in das von Deutschland besetzte Österreich zurückkehren und mussten emigrieren. In den Exilländern integrierten sie sich in die lokalen antifaschistischen Widerstandsbewegungen, einige kehrten auch zur illegalen Tätigkeit nach Österreich zurück. Im Vortrag werden ihre Lebenswege in Kurzbiographien mit Dokumenten und Fotos nachgezeichnet.
Irene FILIP, Tochter von Leopold Baumann, der als österreichischer Freiwilliger in den Internationalen Brigaden kämpfte. Leiterin des Spanienarchivs im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes.
„Streik der Diebe“ ist ein geniales Filmexposè von Jura Soyfer, das alle handwerklichen Kriterien eines solchen erfüllt und für einen jungen Mann im Alter von 24 Jahren wirklich außergewöhnlich ist. Da auf Grund übler Machenschaften des Bankenwesens die Kassen und Tresore leer sind, treten die Diebe in Streik, was den Zusammenbruch der gesamten Wirtschaft zur Folge hat. Zeitgleich verlieben sich der Gentleman-Einbrecher und die Bankierstochter ineinander … und alles geht gut aus.
Georg MITTENDREIN, Gründer des Jura Soyfer Theaters in Wien und Intendant mehrerer deutscher Stadttheater, liest aus dem Exposè und seiner Dramatisierung, sowie auch aus seinem satirischen Büchlein „Der Theaterintendant, ein kleiner Ratgeber wie man es wird und möglichst lange bleibt“.
„Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen.“ Viele Slogans der Nachkriegszeit nach 1945 haben dem Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit, Frieden, Demokratie und Freiheit Ausdruck verliehen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 und dem folgenden demokratischen Frühling etablierten sich in ganz Europa – von Portugal bis ins Baltikum – rechtsextreme antidemokratische Strömungen und Herrschaftssysteme. Autoritäre und totalitäre Diktaturen der Zwischenkriegszeit lehnten sich an das „Role Model“ Italien unter Benito Mussolini an. Ideologie, politischer Anspruch und Strategie wiesen ähnliche Strukturen, aber auch eine beachtliche Vielfalt auf. Was sind die Kernelemente des Faschismus?
Auch dem Austrofaschismus und dem Widerstand dagegen widmet Anzenberger ein Kapitel. Und er weist darauf hin, dass der Februaraufstand 1934 in Österreich als der erste militärische Widerstand gegen den Faschismus in Europa gilt. Ein Kapitel widmet der Autor dem Thema Aufarbeitung. In Österreich ging die Aufarbeitung sowohl des Nationalsozialismus als auch des Austrofaschismus schleppend vor sich. Die Kandidatur Kurt Waldheims 1986 zum Bundespräsidenten löste heftige Debatten aus… Im letzten Kapitel setzt sich der Autor mit den Begriffen: Neofaschismus, Postfaschismus und Rechtsextremismus auseinander. Er weist darauf hin, dass Rechtsextreme gerne Anleihen nehmen an historischen, faschistischen Modellen.
Montag, 4. Dezember 2023, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
Renata SCHMIDTKUNZ
zu Gast bei „Der Aufmacher – die Medienrunde“
Die studierte Theologin ist seit 1990 Redakteurin, Filmemacherin und Moderatorin beim ORF. Von 2008 bis 2012 moderierte sie den „Club 2“, seit 2013 leitet sie die Ö1-Sendereihe „Im Gespräch“.
Mittwoch, 22. November 2023, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
Opposition hinter Gittern
Podiumsdiskussion mit der Anwältin politischer Gefangener in der Türkei, Berfin Gökkan,
dem Völkerrechtler Ralph Janik
und dem Soziologen Kenan Güngör.
Die Türkei ist eines der Länder mit den meisten politischen Gefangenen weltweit. Eher eine Präsidialdiktatur, als eine Demokratie. Menschenrechte, Pressefreiheit und die Immunität der gewählten Repräsentant*innen oppositioneller Parteien werden täglich verletzt. Besonders trifft es die kurdische Bewegung. Die meisten der mit großer Mehrheit gewählten Bürgermeister*innen der linken, prokurdischen Partei HDP wurden willkürlich abgesetzt, viele eingesperrt und die Städte werden jetzt von autoritär eingesetzten Verwaltern regiert. Seit 2016 wurden mehr als 10.000 HDP-Mitglieder kürzer oder länger verhaftet. Verurteilungen durch den Europäischen Menschenrechtsrechtsgerichtshof (EMGR) wegen dieser, die rechtsstaatlichen Prinzipien verletzenden Praktiken ignoriert die Türkei.
Berfin Gökkan wird am Beispiel der Verurteilung der ehemalige Bürgermeisterin von Nusaybin Ayşe Gökkan zu 26 Jahren Haft über die juristischen Konstruktionen dieser Verfahren sprechen. Sie ist in Europa anlässlich der Verleihung des Anerkennungspreises der Paul Grüninger Stiftung an Ayşe Gökkan.
Die Experten Ralph Janik und Kenan Güngör erörtern, welche politischen Auswirkungen die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei für die österreichische Außenpolitik haben sollten und welche Hebel es noch gibt, um die demokratische zivilgesellschaftliche Opposition in der Türkei zu unterstützen.
Montag, 20. November 2023, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, 19 Uhr
„KAJZER“
vonMenachem KAISER
(Zsolnay Verlag)
Buchpräsentation mit Menachem KAISER
Moderation: Doron RABINOVICI
Die Geschichte seiner eigenen Familie hatte den in Toronto geborenen Menachem Kaiser nicht sonderlich interessiert, ehe er nach Polen aufbrach, ins ehemalige schlesische Industriegebiet. Dort besaßen seine Vorfahren einst ein Mietshaus, das von den Nazis enteignet wurde. Versuche einer Restitution waren bisher gescheitert. Und plötzlich befindet man sich inmitten einer abenteuerlichen Ermittlung, begleitet den Erzähler zu skurrilen Schatzsuchern, durchforscht mit ihm Keller und Tunnel, läutet an fremden Türen, beauftragt eine mysteriöse Anwältin …Vergangenheit und Gegenwart kommen einander in diesem außergewöhnlichen Erinnerungsbuch nahe.
Was bedeutet es, ein Erbe anzunehmen, und gibt es überhaupt so etwas wie historische Gerechtigkeit?
Donnerstag, 16. November 2023, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
WANDERN NACH INNEN
Zehra ÇIRAK liest eigene Gedichte und Kurzprosatexte
Vladimir VERTLIB liest Texte des 2022 verstorbenen Autors Jad TURJMAN
Vor einigen Jahren schon wollte Vladimir Vertlib eine gemeinsame Lesung seiner beiden Kolleg:innen, der in Istanbul geborenen, heute in Berlin lebenden deutschen Autorin Zehra Çırak und des von Syrien nach Österreich geflüchteten Autors und Stand-Up Comedians Jad Turjman im „Republikanischen Club – Neues Österreich“ organisieren. Die Corona-Pandemie vereitelte dieses Vorhaben vorerst … Im Juli 2022 verunglückte Jad Turjman im Alter von nur 32 Jahren bei einer Bergwanderung tödlich. Vladimir Vertlib beschloss, die geplante Veranstaltung trotzdem stattfinden zu lassen. Die Texte seines verstorbenen Freundes und Kollegen Jad Turjman wird er selbst einleiten und vorlesen, die Veranstaltung moderieren und nach dem Leseteil ein Gespräch mit der Kollegin Zehra Çırak führen.
WANDERN NACH INNEN – das Motto dieser Veranstaltung – ist ein Zitat aus Jad Turjmans letztem Buch Wenn der Jasmin Wurzeln schlägt. Wanderung nach innen sind auch die Gedichte und Kurzprosatexte von Zehra Çırak, die sich wie Jad Turjman hintergründig, provokant und humorvoll mit der steten Wechselwirkung von Außen- und Innenwelt, mit brüchigen Identitäten, Veränderungen, Ängsten, mit Erfahrungen von Verlust und der Sinnsuche beschäftigt hat.
Zehra Çırak wurde 1960 in Istanbul geboren. 1963 zog ihre Familie nach Deutschland um. Çırak wuchs in Karlsruhe auf und lebt seit 1982 in Berlin. Die Lyrikerin und Erzählerin war früher oft gemeinsam mit ihrem 2014 verstorbenen Ehemann, dem Objektkünstler Jürgen Walter, auf Performances zu sehen. Neben ihrer Arbeit als Autorin leitet sie regelmäßig Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche. 1987 erschien ihr erster Gedichtband Flugfänger („edition artinform“, Karlsruhe), danach kamen die Gedichtbände Vögel auf dem Rücken eines Elefanten, Fremde Flügel auf eigener Schulter und Leibesübungen (alle im „Verlag Kiepenheuer & Witsch“, Köln) heraus; es folgten In Bewegung („Verlag Hans Schiler“, Berlin), 2011 der Erzählband Der Geruch von Glück sowie 2013 zusammen mit Jürgen Walter Die Kunst der Wissenschaft: Neun mal drei Stühle zu Ehren der Wissenschaften (beides ebenfalls bei Hans Schiler in Berlin). Zehra Çırak erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises 1994 und den Adelbert-von-Chamisso-Preis 2001.
Jad Turjman, 1989 in Damaskus geboren, im Juli 2022 bei einer Bergwanderung tödlich verunglückt, flüchtete vor dem Bürgerkrieg in seinem Heimatland Syrien über die sogenannte „Balkan-Route“ nach Österreich und lebte seit 2015 in Salzburg. Er war Schriftsteller, Standup-Comedian und Workshop-Leiter. Sein erstes Buch Wenn der Jasmin auswandert – die Geschichte meiner Flucht, 2019 im „Residenz Verlag“, Wien, erschienen, wurde zum Bestseller. 2021 veröffentlichte er den Roman Der Geruch der Seele. Sein drittes und letztes Buch Wenn der Jasmin Wurzeln schlägt – wie ich gelernt hatte, die Heimat in mir zu finden erschien erst nach dem Tod des Autors im September 2022.
Vladimir Vertlib wurde 1966 in Leningrad, UdSSR geboren. 1971 wanderten seine Eltern mit ihm nach Israel aus, kehrten ein Jahr später nach Europa zurück, eine längere Odyssee führte sie nach Österreich, nach Italien, in die Niederlanden und in die USA. Seit 1981 lebt Vladimir Vertlib in Österreich und ist heute in Wien und Salzburg zu Hause. Seit 1993 ist er freiberuflicher Schriftsteller. Zu seinen Büchern zählen unter anderem die Romane Zwischenstationen, Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur, Schimons Schweigen und Lucia Binar und die russische Seele (alle im „Deuticke im Zsolnay Verlag“, Wien, publiziert). Zuletzt erschien 2022 im „Residenz Verlag“, Wien, sein Roman Zebra im Krieg.
2001 erhielt Vertlib den Anton-Wildgans-Preis sowie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis.
Eine Veranstaltung des Republikanischen Clubs – Neues Österreich und der Theodor Kramer Gesellschaft zum 40jährigen Jubiläum der Zeitschrift Zwischenwelt – Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands. Mit Unterstützung des Vereins zur Förderung und Erforschung der antifaschistischen Literatur, Wien.
Mittwoch 8. November 2023, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
Flanieren im Mythos
Sexualität und Gewalt
Michael DAXNER
Michael DAXNER präsentiert seinen neuen Essay,
erschienen in der Edition Splitter.
Einleitende Worte: MarleneStreeruwitz.
Michael Daxner: Sozialwissenschafter. Begonnen hat er seine Laufbahn im Wiener Wissenschaftsministerium. Ab 1974 war er Professor in Osnabrück; ab 1986 Universitätspräsident in Oldenburg. Seit 2018 arbeitet er an verschiedenen Forschungsprojekten zur Generationenfrage und zur jüdischen Gegenwartskultur.
LICRA – Ligue Internationale Contre le Racisme et l'Antisémitisme – Österreich Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus 1010 Wien, Rockhgasse 1 www.repclub.at/licra licra.oesterreich2(AT)gmail.com Die LICRA in Österreich Die Mutterorganisation wurde 1928 in Paris gegründet, damals noch mit dem Namen LICA (Ligue Internationale Contre l’Antisémitisme), und zwar zu einer Zeit, in der Antisemitismus in Europa […]