Republikanischer Club - neues Österreich

Mittwoch, 14. Oktober 2026, im RC, Fischerstiege 1–7, 1010 Wien. Beginn: 19:00 Uhr

Ukrainische Literatur als kraftvolles Zeichen des Widerstands

Präsentation der Zeitschrift Zwischenwelt (Nr. 3/2026)
Zeitschrift für Literatur und Kultur des Exils und des Widerstands
Theodor Kramer Gesellschaft

Gespräche und Lesungen mit: Theresa Bender-Säbelkampf, Astrid Nischkauer, Peter Roessler, Julia Stakhivska, Olena Umlauff.

Ukrainische Literatur als kraftvolles Zeichen des Widerstands lautet der Titel des Schwerpunkts der Ausgabe, kuratiert von Astrid Nischkauer. Der russische Angriffskrieg geht demnächst in den fünften Winter, der den Menschen in der Ukraine wieder unvorstellbar viel abverlangen wird. Eine wichtige Rolle, um den Menschen in dieser Situation Hoffnung zu geben, bietet die Literatur.

Unterstützt wurde der Schwerpunkt vom OeAD-Kooperationsbüro Lemberg und dem Ukraine Office Austria im österreichischen Außenministerium.

Mit Beiträgen von:

Sofia Andruchowytsch, Theresa Bender-Säbelkampf, Mariya Donska, Olia Fedorova, Ulyana Kryvokhatko, Amina Kurbanova, Olia Novak, Yuliia Obukhivska, Oksana Osmolovska, Ilma Rakusa, Olena Rybka, Iryna Sazhynska, Constantin Schwab, Julia Stakhivska, Roksolana Sviato, Annemarie Türk, Olena Umlauff, Nelia Vakhovska, Vladimir Vertlib, Andreas Wenninger, Peter Paul Wiplinger.

Dienstag, 20. Oktober 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, (Gassenlokal) 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

ÜBERREICHTUM UND TODESANGST

Nikolaus DIMMEL und Martin SCHÜRZ sprechen über Privateigentum, Überreichtum und unser kurzes endliches Leben.

Anlässlich des neuen Buches von Martin SCHÜRZ  

Überreichtum und Todesangst 

 

Mittwoch, 28. Oktober 2026, im RC, Fischerstiege 1–7, R1 (Gassenlokal), 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 
Österreichs Fall
 
Schriftsteller/innen berichten vom „Anschluss“
 
1. Wiener Lesetheater
 
Mit: Dieter HERMANN – Jakub KAVIN – Andrea NITSCHE – Susanna C. SCHWARZ-ASCHNER (Organisation und Gestaltung) – Gabriele STÖGER – Gerald UBL

Es werden Ausschnitte aus dem Buch von folgenden Autorinnen und Autoren gelesen:

 
Stefan Zweig, Hilde Spiel, Robert Breuer, Anton Kuh, Walter Mehring, Gertrud Fussenegger, Friedrich Torberg, Gina Kaus, Elisabeth Castonier, Erich Fried, Carl Zuckmayer
 

Mittwoch, 4. November 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, Gassenlokal, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

„Soweit alles in Ordnung“ – Meine rätselhafte jüdische Familie (PICUS Verlag)

von Barbara Klein

Anna GOLDENBERG (RC) führt mit Barbara KLEIN ein Gespräch über das neu erschienene Buch.

In einer bürgerlichen Familie der Nachkriegszeit aufgewachsen, macht sich Barbara Klein auf die Suche nach deren verdrängter und verschwiegener jüdischer Herkunft und erzählt von Flucht und Exil, von Vernichtung und vom Überleben des Großvaters als letztem jüdischem »Krankenbehandler« im Nazi-Wien.
In den Worten Elfriede Jelineks: „Eine Familiengeschichte, ein Rubens’scher Engelsturz, die einen landen auf den Füßen, die andren in den Krematorien der Nazis. Es stürzen die Opfer. Die Täter dürfen aufrecht bleiben und gehen in die Welt, als wäre nichts gewesen. Eine unglaublich präzise recherchierte Geschichte von so vielen Leben, und jedes Leben hat seine eigene. Und jede dieser Geschichten steht für unsere Geschichte, und sie müssen auch alle für sie einstehen. Rechenschaft wird nicht verlangt, das wäre schon zuviel des Guten. Was man nicht fassen kann, das muß man lesen.“

Barbara Klein, 1954 in Wien geboren, studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar und war u. a. Ensemblemitglied am Wiener Volkstheater sowie Mitbegründerin feministischer Theater- und Kabarettprojekte. Sie führte Regie, u. a. für die Wiener Festwochen. 2000 gründete sie das Kosmos Theater in Wien, das sie bis 2018 als Intendantin leitete. Für ihre kulturpolitische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, dem Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Wien und dem Wiener Frauenpreis. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich seit Langem mit Erinnerungskultur, Geschlechterfragen und gesellschaftlicher Verantwortung.

Mittwoch, 2. Dezember 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, Gassenlokal, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 

DIE ERINNERUNGSKERZE – Susan Fuchs
 
Anlässlich der Veröffentlichung des Buches DIE ERINNERUNGSKERZE von Susan FUCHS (Löcker Verlag, Wien, Herbst 2026) lädt der RC zur Buchpräsentation und Lesung ein:
 
mit der Autorin Susan FUCHS im Gespräch mit Maria HAAS.
 
Anhand ihrer Familiengeschichte zeigt Susan Fuchs, wie stark Traumata wie Ausgrenzung, Gewalt, Enteignung, Inhaftierung, Verfolgung und Entwurzelung auch in späteren Generationen nachwirken. Ihr Buch ist ein spannender Mix aus jüdischer Familiengeschichte, deren Aufarbeitung und ihrem gegenwärtigen Leben.

Donnerstag, 1. Oktober 2026, im RC, Fischerstiege 1, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

 

Die Geschichte der Zeitschrift SWS-Rundschau

Sozialwissenschaftliche Rundschau

Ein Abend zum Zurückblicken, Diskutieren und Feiern: Mit der aktuellen Ausgabe 1/2026 endet die Geschichte der Zeitschrift SWS-Rundschau / Sozialwissenschaftliche Rundschau. Dies möchte das Redaktionsteam zum Anlass nehmen, gemeinsam auf die vergangenen 25 Jahre Publikationstätigkeit zurückzublicken – auf Themen, Disziplinen, Autor*innen und Leerstellen. Wir laden herzlich zu einem interaktiven Abschlussabend ein, an dem wir Erinnerungen teilen, ausgewählte Stationen und Inhalte der Zeitschrift Revue passieren lassen und miteinander ins Gespräch kommen. Und nicht zuletzt möchten wir gemeinsam den Abschluss einer langen Zeitschriftengeschichte feiern – bei einem kalten Buffet und Gelegenheit zum weiteren Austausch. Wir freuen uns auf einen anregenden Abend und ein gemeinsames Abschiedsfest.

Mit: Christian SCHALLER, Marc BITTNER, Sigrid KROISMAYR, Petra HIRZER und Andreas SCHULZ-TOMANčOK

Freitag, 25. September 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 

FILMVORFÜHRUNG & Q&A: Projekt Marmor – verdrängt und vergessen

Der RC lädt zur Filmvorführung mit anschließendem Publikumsgespräch (Q&A)

in Anwesenheit der Regisseure Artur IRMLER und Fynn PRÜNSTER ein.

„Projekt Marmor – verdrängt und vergessen“ (Ö 2025, Dok., 56 Min.)

Der preisgekrönte Dokumentarfilm beleuchtet die weitgehend verdrängte Geschichte des KZ-Außenlagers Peggau/Hinterberg – dem größten Außenlager des KZ Mauthausen in der Steiermark. Unter dem Decknamen „Marmor“ wurden ab 1944 mehr als 1.400 Häftlinge gezwungen, unter grausamen Bedingungen Stollen in die Peggauer Wand zu treiben, um Rüstungsfabriken vor alliierten Luftangriffen unter Tage zu verlegen.

Anhand Archivaufnahmen, digitaler 3D-Rekonstruktionen des ehemaligen Lagergeländes sowie des Zeitzeugenberichts des französischen Widerstandskämpfers Jean Germaneau zeichnet der Film das Leid der Entrechteten präzise nach. Zugleich setzt sich die Dokumentation kritisch mit der Gegenwart auseinander und hinterfragt, wie das kollektive Erinnern in lokalen Gemeinschaften bis heute verdrängt, verschwiegen oder ignoriert wird.

Im Anschluss an den Film sprechen die Regisseure Fynn PRÜNSTER und Artur IRMLER im Q&A über ihre Recherchen, den Umgang mit zeitgeschichtlicher Verantwortung und die Bedeutung von aktiver Erinnerungskultur.

Dienstag, 22. September 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, Gassenlokal, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

SCHWINDELFREI

Käthe KRATZ

Anlässlich der Veröffentlichung des Buches SCHWINDELFREI von Käthe KRATZ (Elster & Salis, Wien, Herbst 2026) lädt der RC zur Buchpräsentation und Lesung ein:

mit der Autorin und Filmemacherin: Käthe KRATZ

Eine persönliche Chronik, die gleichzeitig eine kollektive Geschichte erzählt und die Parole der Frauenbewegung „Das Private ist politisch“ greifbar macht.

Käthe Kratz, 1947 in Salzburg geboren, ist eine Filmemacherin und Autorin. Sie studierte als erste Frau Regie an der Filmakademie Wien und war die erste weibliche TV-Spielfilmregisseurin Österreichs. Mit ihrer Arbeit legte sie einen Grundstein für das zeitgenössische feministische Filmschaffen.

Moderation: Sibylle Summer (Sprecherin RC)

 

„Ein Werk, das persönliche Erinnerung, Erzählung und Zeitgeschichte in literarisch verdichteter Form darstellt. Ein Abend für alle, die Literatur lieben, die österreichische Zeitgeschichte verstehen wollen – und für alle, die wissen, wie viel Mut es braucht, schwindelfrei durchs Leben zu gehen.“ (Beatrix Binder, VHS Meidling)

 

Montag, 21. September 2026, im RC, Fischerstiege 1, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 

Reinhold ECKFELDs Bericht & The Eckfeld Records Theodor Kramer Gesellschaft

 

Es lesen Martin KRIST und Tonia ECKFELD, die Tochter Reinhold Eckfelds:

  • Reinhold Eckfelds Bericht. Vom Novemberpogrom bis zur Flucht aus Wien. Hrsg. v. Martin Krist. Wien 2024.
  • Tonia Eckfeld, No One Knows. The Eckfeld Records: Inside the Dunera Story. Clayton, Victoria, Australia 2024.

Reinhold Eckfeld wurde 1938 als Jugendlicher vom Schulunterricht ausgeschlossen. Er war einer von 104 jüdischen oder für die Nationalsozialisten als jüdisch geltenden Schülern eines Wiener Gymnasiums. In seinem Augenzeugenbericht schildert Reinhold Eckfeld den Judenhass und die Gewalt während der Novemberpogrome, als er misshandelt wurde.
Auf der Flucht, die ihn nach Australien brachte, schrieb er 1940 nieder, was er in Wien erlebt hat.

Was diesen Bericht so wertvoll macht, ist Reinhold Eckfelds genaue Beobachtung und schriftliche Festlegung von Begegnungen mit nationalsozialistischen Beamten, alles Österreicher, den Schikanen bei der Beschaffung aller Dokumente und Formulare, die für eine Emigration notwendig waren, und die exakte Schilderung von Gesprächen in den Schlangen vor den Schaltern, die die Verzweiflung der dort Wartenden widerspiegeln.

Er erwähnt aber auch die kleinen Überbleibsel von Unentschiedenheit im Verhalten derer, die ihn oder seine Angehörigen kannten und noch zwischen Opportunismus und schlechtem Gewissen – oder zwischen Hass, Teilnahmslosigkeit und Scham – schwankten.

Dienstag, 15. September 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 
Hans BREUER
liest aus seinem Buch „Partisan im Frieden“ und singt eigene Lieder.
 
Als Sohn jüdisch-kommunistischer Eltern schon im Kindergarten mit Antisemitismus konfrontiert, ging Hans einen ganz eigenen Weg, weil er es ablehnte, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein, die auf ihrer Universität Nazi-Professoren akzeptierte: Er wurde Österreichs einziger Wanderschäfer und arbeitete sein Trauma der Second Generation mit seinen Liedern auf.“
 
 
 
 

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