Republikanischer Club - neues Österreich

Dienstag, 28. April 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

 

Babyelefant und Hausverstand

Wie Krisen produziert werden

Buchpräsentation (Reihe Picus Konturen) mit: Ruth WODAK und Markus RHEINDORF

Eine Analyse der Inszenierung und Gestaltung von Krisen in Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Staaten (insbesondere Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien) auf der Basis von breit angelegten qualitativen und quantitativen Studien. In der Corona-Krise zeigt sich, wie Akteure aus Ministerien, Ämtern und der Wissenschaft versuchen, die Krise aus eigener Sicht zu steuern, wobei ein Gesamtbild von geradezu erstaunlicher Inkompetenz entsteht. Rechtsaußenparteien wie die FPÖ in Österreich konnten das kommunikative Versagen der Politik geschickt ausnützen.

Ruth WODAK: Linguistin, Sprachsoziologin und Diskursforscherin, ist Emerita Distinguished Professor of Discourse Studies, Lancaster University und o. Univ. Prof. i. R. an der Universität Wien.

Markus RHEINDORF: Privatdozent für Angewandte Sprachwissenschaft an der Universität Wien. Zahlreiche Forschungsaufenthalte und Fellowships, u. a. an der Amsterdam School for Cultural Analysis.

 

Hardcover, 224 Seiten, 12,5 x 21,0 cm, € 24,00
ISBN 978-3-7117-3506-5
Reihe Picus Konturen

Mittwoch, 29. April 2026, im RC, Fischerstiege 1–7, 1010 Wien. Beginn: 19:00 Uhr

 

„Akazien“ von Julian TUWIN

und 

„Schwarzwälder Tagebuch“ von Melitta URBANCIC

 

Buchpräsentationen der Theodor Kramer Gesellschaft

Einleitende Worte: Peter ROESSLER.

Lesung und Gespräch: Alois WOLDAN Sibyl URBANCIC und Johann KNEIHS.

Moderation: Astrid NISCHKAUER

Der Übersetzer Alois WOLDAN präsentiert den Gedichtband „Akazien“ von Julian TUWIM und liest aus dem Band.

Sibyl URBANCIC liest Gedichte ihrer Mutter Melitta URBANCIC und führt ein Gespräch mit Johann KNEIHS, dem Enkel von Melitta URBANCIC.

 

Julian Tuwim: Akazien

Julian Tuwim: Akazien. Liederzyklen. Nach einer Auswahl von Mieczysław Weinberg. Polnisch/Deutsch. Aus dem Polnischen von Alois Woldan. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2026. ISBN 978-3-903522-38-1

Julian Tuwim (1894–1953) war einer der wichtigsten polnischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Tuwim stammte aus einer jüdischen Familie in Łódż. Mit dem Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen im September 1939 musste Tuwim emigrieren, sein Weg führte ihn über Rumänien, Frankreich und Spanien nach Brasilien und dann nach New York. 1946 kehrte Tuwim in ein anderes, sozialistisches Polen zurück. Mieczysław Weinberg (1919–1996) wurde in Warschau als Sohn eines jüdischen Musikers geboren. Er begeisterte sich für Tuwims Dichtung, dem er in den 1930er Jahren in Warschau wohl auch persönlich begegnet ist. Im Herbst 1939 flieht Weinberg nicht nach Westen, sondern nach Osten, nach Minsk. Mit dem Angriff Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion im Sommer 1941 geht Weinbergs Flucht weiter, er kommt nach Taschkent, wohin viele prominente Künstler evakuiert wurden.

 

Melitta Urbancic: Schwarzwälder Tagebuch

Melitta Urbancic: Schwarzwälder Tagebuch. Herausgegeben von Astrid Nischkauer. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2026. ISBN 978-3-903522-40-4

Melitta Urbancic (1902–1984) war 65 Jahre alt, als sie die Gedichte des Schwarzwälder Tagebuchs während eines Kuraufenthalts verfasste. Es ist ihre letzte abgeschlossene Sammlung. Den Beginn machen die datierten Tagebuchgedichte mit sehr eindrücklichen Naturschilderungen. Es folgen satirischen Sanatoriumsgedichte und humorvolle Ärztelieder zu Melodien bekannter Kinderlieder, die eine bislang eher weniger beachtete Facette ihres Schreibens und Wesens zeigen.

Die Dichterin, Philosophin, Bildhauerin, Schauspielerin, Übersetzerin und Imkerin Melitta Urbancic wurde 1902 als Melitta Grünbaum in Wien geboren. 1933 Flucht von Mainz nach Wien, 1938 Emigration von Graz nach Reykjavík, Island, wo sie 1984 starb.

Mittwoch, 6. Mai 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 
Edition Splitter, Batya Horn und Republikanischer Club laden zu Buchpräsentation ein:
 
Ich möchte durchbrennen in meine Welt
von Sylvia Rosenhek 
(der 2. erw. Auflage)
 
Ein Abend in Memoriam Sylvia Rosenhek mit Batya HORN und Hannes Benedetto PIRCHER
 
Song: Philipp WEGANIch möchte durchbrennen in meine Welt
 

Donnerstag, 7. Mai 2026, im RC Fischerstiege 1-7,1010 Wien, Beginn 19 Uhr

 
 
Aufarbeitung: Österreichs problematische Geschichte im Spiegel der Literatur
 
Der Literaturverein Sisyphus
präsentiert eine Lesung
 
Doron RABINOVICI und Robert SCHINDEL lesen aus ihren Werken.
 
 
 
 
PlakatRC7Mai2026
 

Donnerstag, 23. April 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

Das Erste Wiener Lesetheater

präsentiert im RC

in gekürzter Fassung neu dargebracht OTHELLO

Der Autor William Shakespeare hat dieses Werk über Hass, Intrigen, Eifersucht und nicht zuletzt Liebe in den Jahren 1603/1604 geschaffen. Aber es geht darin auch um Rassismus und Intoleranz und Heuchelei.

Mit den Schauspielern:

Manfred Loydolt (Othello), Thomas Neumeister-Macek (Jago), Eva-Christina Binder (Desdemona), sowie Sissi Gotsbachner, Claudius Kölz, Lukas Millauer, Markus Reisenberger und Niklas Zoubek. Siehe auch angefügtes Plakat.

Dienstag, 21. April 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 18 Uhr

Veranstaltungsreihe im RC – LEBENSGESCHICHTEN

Liesl SPIRA-NITSCH und Friedrich FORSTHUBER

Die Fragen stellt Fred TURNHEIM

 

Liesl Spira-Nitsch wurde als Liesl Spira in Glasgow (Schottland) 1944 als Tochter jüdischer Flüchtlinge aus Österreich geboren. Ihr Vater Leopold Spira war 1934 Schutzbundkämpfer, im austrofaschistischen Ständestaat knapp ein Jahr in Wien als politischer Häftling inhaftiert, da er sich auf der Seite der politischen Linken engagierte. 1938 kam er durch eine Amnestie der Regierung Schuschnigg frei. Nach dem Einmarsch Hitlers schloss er sich den internationalen Brigaden in Spanien an. Das Lager Gurs (Südfrankreich) konnte er noch mit dem letzten Transport nach Großbritannien verlassen. Die Mutter Eva (geb. Zerner) kam mit einem Kindertransport nach London. Ende 1946 kehrte die Familie nach Wien zurück. Liesl absolvierte die Volksschule und das Gymnasium in Wien und arbeitete im sozialen Bereich. Sie wurde u.a. für den Dokumentarfilm DIE KINDER DER KÄMPFER von Fred Turnheim interviewt, stellte Quellen zur Verfügung und beteiligte sich als kritische Korrekturleserin. Seit 2024 engagiert sie sich im ERINNERN:AT Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenprogramm.

Friedrich Forsthuber : ist seit 1990 Richter und seit 2010 Präsident des Landesgerichtes für Strafsachen Wien. Dieses hat durch seinen großen Zuständigkeitsbereich und seine Geschichte einen bedeutenden Stellenwert innerhalb des österreichischen Gerichtswesens. Forsthuber betreibt vor diesem Hintergrund intensive Öffentlichkeitsarbeit. Zur Erinnerung an alle Opfer der NS-Justiz wurde auf Initiative Forsthubers im Vorraum zur Gedenkstätte eine Dauerausstellung eingerichtet. Der Jurist ist auch Obmann des Vereins Justizgeschichte und Rechtsstaat, der sich zum Ziel setzt, den Rechtsstaat und die Menschen- und Freiheitsrechte zu schützen. Forsthuber wurde u.a. für den Dokumentarfilm DIE KINDER DER SCHWEIGENDEN interviewt.

Beide Gespräche werden von OKTO-TV aufgezeichnet. Wir bitten daher um pünktliches Erscheinen, spätesten um 18:15 Uhr. Während der TV-Aufzeichnung können, aus technischen Gründen, keine Zuhörer eingelassen werden. Wir ersuchen um Anmeldung unter office@repclub.at.

Montag, 20. April 2026, im RC, Fischerstiege 1–7, 1010 Wien. Beginn: 19 Uhr  

 

ZEIT AM GRAT

Belarusische Literatur im Untergrund und im Exil

Kuratiert von Hanna JANKUTA

Präsentation der Zeitschrift Zwischenwelt, Theodor Kramer Gesellschaft

Gespräch und Lesungen

Mit: Franziska FÜCHSL, Hanna JANKUTA, Martin KRIST, Astrid NISCHKAUER, Peter ROESSLER, Annemarie TÜRK.

Die Zeitschrift Zwischenwelt und damit die Theodor Kramer Gesellschaft setzen sich seit jeher für verfolgte Schriftsteller:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen ein. Die TKG sucht sie der heutigen und vergangenen Nichtbeachtung und Vergessenheit zu entreißen, ihnen heute und posthum Gehör zu verschaffen. Dies gilt sowohl aus historischer Sicht, vor allem für die Verfolgten des 20. Jahrhunderts als auch für die Menschen in unserer heutigen Welt. Deshalb gibt es immer wieder Schwerpunkte in den Ausgaben, so diesmal zur belarusischen Literatur, vor allem zur Exilliteratur dieses in letzter Zeit doch ziemlich aus dem Fokus der Aufmerksamkeit und des Weltgeschehens gerückten Landes samt seiner menschenverachtenden Diktatur.

 

Freitag, 17. April 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

Digitalisierung und Menschenrechte

Ein Workshop vom Verein „Wohlstand für Alle“ mit Rupert NAGLER

 

Angesichts der raschen Digitalisierung fragen sich viele Menschen, ob sie ihre Menschenrechte überhaupt noch durchsetzen können. Wie können Regierungen sie gegen die globalen macht-orientierten Strategien der Techno-Oligarchen schützen und was können sie selbst dagegen unternehmen?

Präsentation eines Projekts, das von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung gefördert und vom Verein Wohlstand für Alle: https://www.allewohlstand.org/ veranstaltet wird.

Dienstag, 14. April 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

 

TRÄUME

LESUNG der Grazer Autorinnen Autorenversammlung  

 

Träume sind Schäume, sagt der Volksmund, ganz anders als Sigmund Freud in seiner Traumdeutung. Sie können Boten des Unbewussten sein, Angst-, Tagesrest,- oder Wunschträume.

Träume sind auch die Schwestern der Wünsche, kleine bis große, von einer Modelleisenbahn unter dem Christbaum bis zu einer klassenlosen Gesellschaft oder einer friedlichen Welt.

Wir grenzen Träume von der Realität ab, aber sie können wahr werden.

Ein Träumer wird von manchen als Spinner bezeichnet, doch ein Traum von heute kann die Wirklichkeit von morgen sein.

Ohne Utopie, der großen Schwester des Traums, gibt es keine gesellschaftliche Veränderung.

Die Dystopie hingegen wurzelt im Bereich der Albträume.

Der Traum ist ein gebräuchliches Motiv in der Kunst, vor allem in der bildenden Kunst und in der Literatur.

Es lesen: Ilse KILIC, Heinz KRÖPFL, Fritz WIDHALM, Irene WONDRATSCH

Dienstag, 31. März 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

Kultur der Dinge – Die Uhr (Limbus Verlag)

Buchvorstellung Lukas MESCHIK 

Im Gespräch mit Erwin UHRMANN

Uhren bestimmen unser ganzes Leben, als Taktgeber für Arbeit und Freizeit strukturieren sie jeden Tag. Zeitmesser sind ständig verfügbar und immer dabei, ob als Smartphone und Smartwatch oder ganz klassisch als Armbanduhr. Ausgehend von seinem sehr persönlichen Umgang mit der Uhr als Ding – und Unding – nimmt Lukas Meschik uns mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Zeit und ihrer Messung. Dienten Sonnenuhren noch einer sehr groben Tageseinteilung, wurden die Instrumente immer kleinteiliger und genauer, über Wasseruhren und Kerzenuhren gelangen wir zu Pendeluhr und Quarzuhr.
Meschiks Uhrengeschichte ist ein launiger Streifzug durch die Jahrhunderte, in dem neben berühmten Uhrmachern wie Robert Hooke, Christiaan Huygens oder John Harrison auch Charlie Chaplin oder John Cleese ihren Auftritt haben. Unruh und Grashüpferhemmung werden ebenso erklärt wie die Entfremdungslogik der Normalzeit.

Lukas Meschik, geb. 1988, lebt als Autor und Musiker in Wien. Seit 2009 veröffentlicht er Prosa, Lyrik, Essays und Buchbesprechungen, zuletzt den Roman „Die Würde der Empörten“ (2023) über Protestkultur und Radikalisierung sowie den Gedichtband „Form wahren. Dreizeiler“ (2024). 2019 nahm er mit einem Auszug aus dem autobiographischen „Vaterbuch“ beim Klagenfurter Wettlesen um den Bachmannpreis teil. Meschik ist Frontman der Band „Moll“, mit der er zwei Alben herausbrachte. Im Herbst 2025 erschien das literarische Notizbuch „Im Epizentrum des Lebens“, im Frühjahr 2026 erscheint in der Limbus-Reihe „Kulturgeschichte der Dinge“ sein Band „Die Uhr“.

Erwin Uhrmann, geboren 1978, lebt und arbeitet in Wien. Von ihm erschienen bisher die Romane „Der lange Nachkrieg“ (2010), „Ich bin die Zukunft“ (2014), „Toko“ (2019) und „Zeitalter ohne Bedürfnisse“ (2024), die Erzählung „Glauber Rocha“ (2011), die Lyrikbände „Nocturnes“ (2012) und „Abglanz Rakete Nebel“ (2016) sowie der Musik-Lyrikband „K.O.P.F. Kartografisch Orientierte Passagen Fragmente“ (2021, gemeinsam mit Karlheinz Essl). Er ist Herausgeber der Reihe Limbus Lyrik und arbeitet als Redakteur für das Spectrum der Tageszeitung Die Presse. Gemeinsam mit Johanna Uhrmann schreibt er Reisebücher. www.erwinuhrmann.com

Weitere Bücher von Lukas Meschik im Limbus Verlag:

https://www.limbusverlag.at/autorinnen/lukas-meschik

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