Republikanischer Club - neues Österreich

Mittwoch, 24. April 2019, 19 Uhr, im RC:

NARZISSMUS UND KONFORMITÄT
Richard SCHUBERTH
Einen völlig neuen Blick auf das Reizthema Narzissmus wirft der Wiener Schriftsteller und Kulturkritiker Richard SCHUBERTH. In seinem Essay ›Narzissmus und Konformität‹ bürstet er den pathologischen Selbstbezug gegen den Strich und entwirft ein breites ideologiekritisches Panorama einer Gesellschaft, die in ihrer neoliberalen Verfasstheit nichts anderes als narzisstisch sein kann und in der das notwendig fragile Ich permanent zwischen persönlicher Entwertung und Allmachtsfantasien aufgerieben wird.Sein Hauptaugenmerk legt Schuberth auf einen gesellschaftlichen Konformismus, der durch die eitle Sucht nach Bestätigung geregelt wird und gerade Versuche von individueller Autonomie als narzisstisch ahndet. Besonders deutlich wird das in der ›Likeokratie‹ der Sozialen Netzwerke.

Donnerstag, 25. April 2019, 19 Uhr, im RC:

LOUISE MICHEL – TEXTE UND REDEN MIT EVA GEBER
Buchpräsentation
Eva GEBER präsentiert das Folgebuch zu ihrem biographischen Roman „Die Anarchistin und die Men-schenfresser“. Darin sind Originaltexte und Reden von Louise Michel, der großen Ikone der Pariser Commune 1871, größtenteils in voller Länge übertragen. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die poetischen Legenden der indigenen Ureinwohner, die Michel zur Zeit ihrer Deportation gesammelt hat. Sie wurden bisher noch niemals ins Deutsch übersetzt.

Montag, 29. April 2019, 19 Uhr, im RC:

AUFMACHER-MEDIENRUNDE
Der EPA-Pressefotograf Christian BRUNA wird über Veränderungen in der Medienbranche sprechen.

Dienstag, 7. Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

DAS ÜBERLEBEN ALS AUFTRAG
Über das Leben und Werk Primo LEVIS spricht Helmut RIZY
Eigentlich war Primo LEVI Chemiker, er übte diesen Beruf auch – sofern man ihn ließ – bis zu seiner Pensionierung aus. Als Widerstandskämpfer wurde er von den italienischen Faschisten verhaftet und eingesperrt, als Jude von den Nazis nach Auschwitz verschleppt. Es war ihm, der überlebt hat, ein Bedürfnis, das Erlebte festzuhalten und er schuf ein Werk der Weltliteratur. Schriftsteller war er dann bis zu seinem Lebensende. Helmut RIZY (Schriftsteller, bekannt geworden durch Hasenjagd im Mühlviertel, u.a.)

Donnerstag, 9.Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

FIPU: RECHTSEXTREMISMUS BAND 3: GESCHLECHTERREFLEKTIERTE PERSPEKTIVEN
Buchpräsentation
Band 3 der von der Wiener Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) herausgegebenen Rechtsextremismus-Reihe befasst sich mit Verhandlungen von Geschlecht im Rechtsextremismus. Der Band versucht sowohl einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu geben als auch auf bislang kaum bearbeitete Themenaspekte und Akteur_innen einzugehen. Dazu gehören etwa Phänomene wie die aktive Partizipation von Trans-Personen innerhalb des rechtsextremen Spektrums oder auch die grundlegende Inter- und Trans-Feindlichkeit der Szene. Weiters wird näher auf die Bedeutung von unterschiedlichen Männlichkeitskonstruktionen innerhalb der extremen Rechten eingegangen. Ein Fokus liegt zudem auf antifeministische Mobilisierungen, die verstärkt eine Scharnierfunktion zu anderen Akteur_innen und Ungleichheitsideologien wie Antisemitismus und Rassismus bilden. Bei der Buchpräsentation stellen zwei der Autor_innen: Judith GOETZ und Matthias FALTER, ihre Texte vor und Mitherausgeberin Eva GRIGORI gibt weitere Einblicke in das Buch.

Montag, 20. Mai 2019, 19 Uhr, im RC:

„DEM BUCHENWALD-HÄFTLING ROBERT BÖHMER AUF DER SPUR“
Film über die Zeit vor, während und nach seiner Haft im KZ Buchenwald
Sein Sohn Ronaldo (Ronny) BÖHMER präsentiert Dokumente, in denen die Nazis penibel festhielten, mit welchen Habseligkeiten Robert Böhmer im KZ ankam, welches seine Baracke war und über welche Geldmittel (in Form einer Art „Bankkonto“!) er dort verfügte, mit denen er u. a. den Privat-Zoo der SS mitzufinanzieren hatte. Ronny erzählt, wie sein Vater zum „Aktionsjuden“ wurde, wieso er als „reich“ galt, wie Typhus seine ursprüngliche Entlassung verhinderte, wohin ihn sein erster Weg nach der tatsächlichen Entlassung aus dem KZ führte und wie er dann auf Adolf Eichmann traf. Schließlich wurde Robert Böhmer in Frankreich noch als „feindlicher Ausländer“ interniert. Nach dem Film (35 min.) gibt es ein Gespräch mit Ronny BÖHMER. Moderation: Hans BESENBÖCK

Dienstag, 9. April 2019, 19 Uhr, im RC:

DIE STADT ALS TEXT
Eine Veranstaltung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung
„Die Stadt ist ein Buch. Der Spaziergänger sein Leser“ (Cees Nooteboom). Überall begegnet uns Geschriebenes: Hinweis- und Verbotsschilder, Reklame, Graffitis … manchmal humor- und phantasievollen oder auch aggressiv. Unterschiedliche Interessen ver-einnahmen die urbanen Textfelder und zeigen die Machtverhältnisse. Wem gehört der öffentliche Raum? Wer darf plakatieren? Wer zwingt uns Werbebotschaften, Marken und Logos auf? Nach wem sind die Straßen benannt? Fünf Autorinnen und Autoren setzen sich literarisch mit diesen Fragen auseinander: Lucas CEJPEK, Ilse KILIC, Margret KREIDL, Fritz WIDHALM, Irene WONDRATSCH

Montag, 8. April 2019, 19 Uhr, im RC:

DIE NS-ZEIT IM BILDGEDÄCHTNIS DER ZWEITEN REPUBLIK
Buchpräsentation und Podiumsdiskussion
Mit: Karin LIEBHART, Ina MARKOVA, Oliver RATHKOLB und Heidemarie UHL. Moderation: Linda ERKER.
Für die Reihe „Der Nationalsozialismus und seine Folgen“ wird Herausgeber Bertrand PERZ eröffnende Worte sprechen.
“The past is a foreign country: they do things differently there“, schreibt L. P. Hartley in „The Go-Between”. Dieses „fremde Land” Österreich hat Ina Markova in ihrer 2018 beim Studien Verlag erschie-nenen Dissertation untersucht – im Mittelpunkt steht die visuelle Erschaffung der Vergangenheit mittels historischer Fotografien in der Zweiten Republik. Wer wann welche Interessen hatte, bestimmte Aspekte von österreichischer Geschichte auch im wahrsten Sinne des Wortes zu verdunkeln, ist Thema der auf die kurze Buchpräsentation folgenden Podiumsdiskussion.

Dienstag, 2. April 2019, 19 Uhr, im RC:

DER BLAUE NEOLIBERALISMUS
www.beigewum.at
Die FPÖ inszeniert sich gerne als Partei, die die Interessen der Beschäftigten und soziale Anliegen vertreten würde. Die wirtschafts- und sozialpolitische Programmatik der aktuellen Neuauflage der schwarz-blauen Regierung ist jedoch geprägt vom 12-Stunden-Tag, Kürzungen bei der Mindestsicherung, verschärftem Druck auf Arbeitslose und einer Entmachtung der Arbeitnehmervertreter_innen in den Krankenkassen. Begleitet werden Vorhaben des Abbaus sozialstaatlicher Leistungen oft mit wohl-fahrtschauvinistischer Rhetorik. Darüber hinaus bestehen Pläne für eine Senkung der Unternehmensbesteuerung und eine stärkere Besteuerung von Vermögenden wird ausgeschlossen. Welche historische Tradition hat neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik in der FPÖ? Und welche Rolle spielt diese Ideologie in der aktuellen blauen Regierungspolitik? Podiumsdiskussion: Michael BONVALOT (Journalist & Autor des Buches „Die FPÖ – Partei der Reichen“), Hanna LICHTENBERGER (Politikwissenschafterin an der Universität Wien, Mitherausgeberin des Buches “Unbeugsam & Unbequem. Debatten über Handlungsräume und Strategien gegen die extreme Rechte”). Moderation: Nikolai SOUKUP (BEIGEWUM)

Freitag, 29. März 2019, 19 Uhr, im RC:

“VOM NICHT-BEIGEBEN”
Präsentation des Theodor Kramer-Arbeitsbuches
Näheres wird noch bekannt gegeben.: http://theodorkramer.at/termine/praesentation-des-theodor-kramer-arbeitsbuches-vom-nicht-beigeben/

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