Republikanischer Club - neues Österreich

Montag, 18. März 2019, 19 Uhr, im RC:

 

"ZUR AKTUELLEN SITUATION DES INVESTIGATIVEN JOURNALISMUS"

mit Florian KLENK

im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Aufdeckungsjournalismus"

Florian KLENK (promovierter Jurist, Journalist und Chefredakteur des FALTER, www.falter.at) wird von

Doron RABINOVICI (Historiker, Schriftsteller, Sprecher des RC) zum Gespräch geladen.

Erörtert werden soll, was die Rolle der Medien in der Ära des Populismus ist. Haben Journalisten die derzeitige politische Situation mit herbeigeschrieben?

Was sind die Herausforderungen an den investigativen und kritischen Journalismus in Zeiten von politischer Inszenierung, umfassender Medienbetreuung und Informationssteuerung durch die Regierungsparteien? Welche Rolle spielen soziale Medien?

Baut nun die FPÖ an einem eigenen Mediennetzwerk?

Freitag, 15. März 2019, 19 Uhr, im RC:

 

VERANSTALTUNGSREIHE „AUFDECKUNGSJOURNALISMUS“

Georg TIDL

Moderation: Univ. Prof. Fritz HAUSJELL

Georg TIDL war jahrelang Journalist in innenpolitischen Sendungen und Bürger- bzw. Konsumentensendungen des ORF. Eineinhalb Jahre vor der Wahl von Kurt Waldheim zum Bundespräsidenten begann er schon mit den Recherchen zu dessen Vergangenheit. Obwohl diese Vergangenheit einen Medien-Tsunami auslöste, ist es Georg Tidl nicht gelungen wichtige Tatsachen an die breite Öffentlichkeit zu bringen, z.B. dass Waldheim zumindest einmal unter SS-Kommando gekämpft hat und dass der Hauptinformant nicht aus der „Linkslinken Szene“ stammte oder bei den „Juden der Ostküste“ zu suchen gewesen wäre, sondern im Oberösterreichischen Kameradschaftsbund. Selbst sein Buch, in dem minutiös alles aufgelistet und beschrieben ist, wurde von den Medien bewusst ignoriert. Eine Meinung auf die sich die Leit-Medien geeinigt haben, wurde zum Dogma und damit offensichtlich irreversibel.

 

Artikel zur Veranstaltung von Kersti Kellermann: https://skug.at/luegner-waldheim-und-der-verfolgte-journalist/

 

 

 

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Dienstag, 12. März 2019, 19 Uhr, im RC:

 

ÜBERLEBEN – DER GÜRTEL DES WALTER FANTL (von Gerhard ZEILLINGER)

Ein Buch des Erinnerns

Gerhard ZEILLINGER (Historiker, Autor, Journalist) stellt sein Buch „Überleben – Der Gürtel des Walter Fantl“ (Kremayr & Scheriau) vor.

Doron RABINOVICI (Historiker, Schriftsteller) führt ein Gespräch mit dem Autor.

Walter FANTL ist 14, als Hitler in Österreich einmarschiert, mit 18 wird er nach Theresienstadt, mit 20 nach Auschwitz deportiert. Gemeinsam geht er mit seinem Vater am 29. September 1944 über die Rampe von Birkenau, ahnungslos, was geschehen wird. Als der 21-Jährige im Juli 1945 nach Wien zurückkommt, ist ihm nichts von seinem Leben geblieben als ein breiter Ledergürtel: das Einzige, was er nach der Selektion behalten durfte. Bis zur Befreiung ist der Gürtel für ihn ein Überlebenssymbol, an das er sich jeden Tag klammert. Und bis heute ein Stück Erinnerung an die dunkelste Zeit in seinem Leben: als er seine gesamte Familie verlor.

Heute ist Walter Fantl einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen in Österreich, dessen Schicksal authentisch von der Shoah erzählt. Basierend auf jahrelangen Gesprächen und zahlreichen Originaldokumenten zeichnet der Historiker und Journalist Gerhard Zeillinger den bewegenden Lebensweg nach, der von der behüteten Kindheit in Bischofstetten in Niederösterreich direkt in den Horror der NS-Zeit und in die Stunde Null nach der Befreiung mündet. Zeillingers dokumentarisch-erzählender Stil macht diese berührende Geschichte achtzig Jahre später noch einmal lebendig und schildert sehr eindringlich das Bild einer Zeit, die uns bis heute beschäftigt.

Gerhard ZEILLINGER, geboren 1964 in Amstetten/NÖ, Studium der Germanistik und Geschichte in Wien, Dissertation über Julian Schutting. Berufliche Tätigkeiten als Verlagslektor, Literaturwissenschaftler und Historiker. Seit 1982 zahlreiche Veröffentlichungen in in- und ausländischen Literaturzeitschriften und Anthologien sowie im Rundfunk. 2001 erschien in der Edition Thurnhof „Wald: Stilübungen“ und 2013 in der Literaturedition Niederösterreich die Reiseerzählung „Oświęcim. Reise nach Au“.

http://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/ueberleben/

 

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Montag, 11. März 2019, 19 Uhr, im RC:

 

FRANZOBEL liest RECHTSWALZER

Gemeinsame Veranstaltung mit der österr. Gesellschaft für Kulturpolitik http://www.kulturpolitik.at/

Lesung und Gespräch mit FRANZOBEL

„Ein Mann in den Fängen der Justiz, ein Mord? und der Opernball als Propagandaspektakel.“ RECHTSWALZER – Der neue Kriminalroman von Bestsellerautor Franzobel.

Der erfolgreiche Getränkehändler und Barbesitzer Malte Dinger ist ein Glückspilz. Als er jedoch unverschuldet in die Fänge der Justiz gerät, steht plötzlich seine ganze Existenz auf dem Spiel. Für den Balkan-Casanova Branko ist das Leben da schon vorbei. Vieles deutet darauf hin, dass er das Opfer abseitiger sexueller Praktiken geworden ist, doch Kommissar Groschen glaubt nicht recht daran. Das Verhältnis Brankos zu der lustig gewordenen Witwe des Bautycoons Hauenstein bringt dann die Machenschaften der neuen rechtsnationalen Regierung ans Licht, die den bevorstehenden Opernball als Propagandaspektakel inszenieren will. Franzobels neuer Krimi spielt in der Zukunft, ist aber brandaktuell. Anmeldung bitte unbedingt erforderlich: elisabeth.hakel@spoe.at

FRANZOBEL, geboren 1967 in Vöcklabruck, erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002) und den Nicolas-Born-Preis (2017). Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Krimis Wiener Wunder (2014) und Groschens Grab (2015) sowie 2017 der Roman Das Floß der Medusa, für den er auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand und mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet wurde.

 

 

 

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Donnerstag, 7. März 2019, 19 Uhr, im RC:

 

ADRIENNE THOMAS: „REISEN SIE AB, MADEMOISELLE!“

Erstes Wiener Lesetheater – Frauen lesen Frauen

Mitwirkende:

Eva DITÉ,

Judith GRUBER-RIZY,

Heidi HAGL,

Traude KOROSA (Gestaltung),

Angelika RAUBEK

Dem Roman zugrunde liegen Erlebnisse, Beobachtungen und Erfahrungen während ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten aus Wien quer durch Europa; von ihrer Inhaftierung und „Entlassung“ (mithilfe falscher Papiere) aus dem Frauenlager Gurs; ihrer Flucht über die Pyrenäen nach Spanien und Portugal und schließlich Überfahrt und Ankunft in Amerika. Gelesen werden jene Textstellen, in denen Adrienne Thomas über die Ereignisse im März 1938 erzählt: der Anschluss Österreich an Nazi-Deutschland; der Einmarsch der Nationalsozialisten in Wien.

Adrienne THOMAS (Pseud. für Hertha Strauch) wurde am 24. Juni 1897 in St. Avold/ Lothringen geboren. Sie stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie, wuchs zweisprachig in Lothringen auf. Während des Ersten Weltkriegs übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Berlin. Mit siebzehn Jahren meldete sie sich freiwillige als Rotkreuzschwester. Nach einer Gesangs- und Schauspielausbildung schrieb sie ihren Antikriegsroman Die Katrin wird Soldat (1930), der sie über Nacht berühmt machte und in 16 Sprachen übersetzt wurde. Als Pazifistin und Oppositionelle gegen den Faschismus gehörte sie zu den ersten Autor_innen, die von den Nationalsozialisten als „unerwünscht“ erklärt, deren Werke verboten, deren Bücher verbrannt wurden. 1932 übersiedelte sie in die Schweiz, 1934 nach Paris, dann nach Wien. Als sie 1938 eine Vorladung der Gestapo erhielt, flüchtete sie durch mehrere europäische Länder. Nach der Internierung in Gurs entkam sie 1940 nach Amerika, wo sie als Journalistin und freie Schriftstellerin arbeitete.

Sie lernte 1941 in New York Julius Deutsch, den österreichischen Politiker und Spanienkämpfer von 1934, kennen; sie heirateten 1951. 1947 folgte sie Julius Deutsch, der schon 1946 zurückgefahren war, nach Wien. Sie wurde als wichtige Autorin wahrgenommen, war u.a. Vizepräsidentin des P.E.N. Clubs. Sie starb am 7. November 1980.

 

 

 

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Dienstag, 5. März 2019, 19 Uhr, im RC:

 

VERANSTALTUNGSREIHE „AUFDECKUNGSJOURNALISMUS“

Kurt LANGBEIN

Kurt LANGBEIN stellt – auch historisch gewachsene – unterschiedliche Methoden des Aufdeckungsjournalismus vor:

1. der alte gesellschaftskritische Journalismus (ein Missstand wird erkannt, recherchiert und einer möglichst großen Öffentlichkeit präsentiert),

2. der Briefkasten-Journalismus (Ein Journalist ist in der Öffentlichkeit als konsequenter Aufdecker bekannt. Bürger_innen, die glauben einen Missstand entdeckt zu haben, lassen ihm Unterlagen zukommen.)

3. Datenjournalismus (Daten werden zugespielt, wie z.B. die Panama-Papers. Problem: Wer die Daten zuschickt, hat vielleicht schon eine Vorauswahl getroffen. Kurt Langbein bringt dazu Beispiele aus seiner Arbeit. Moderation: Georg TIDL.

 

 

 

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Dienstag, 26. Februar 2019, 19 Uhr, im RC:


EIN WEG DES FRIEDLICHEN PROTESTS

GEGEN GEWALT UND FÜR SOZIALE INTEGRATION

Ingrid GERESCH und

Andrey COLMENAREZ

präsentieren den neu gegründeten Verein: “Trommelpower AUSTRIA – Gewaltprävention und soziale Integration mit Musik, Bewegung und anderen künstlerischen Mitteln in Österreich und Lateinamerika”.

Die Fähigkeit der Konfliktlösung und Aggressionsregulation, sowie Mut zu solidarischem Handeln ist mehr denn je zu einer Notwendigkeit geworden. Der Verein möchte einen positiven Beitrag für eine gesunde psychi-sche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leisten, damit sie zu selbstbewussten und glücklichen Erwachsenen werden, die für sich und andere einstehen können.

Andrey COLMENAREZ und Ingrid GERESCH werden diesen Abend nutzen, um ihren Ansatz vorzustellen und das wichtige und immer brisantere Thema der Gewaltvorbeugung in unserer Gesellschaft zu diskutieren.

http://www.trommelpoweraustria.at

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Montag, 25. Februar 2019, 19 Uhr, im RC:


AUFMACHER – Die Medienrunde

Barbara HAAS wird ihren eigenen Werdegang und den der "Wienerin" vorstellen und anschließend ausführlich mit dem Publikum diskutieren.

Fashion, Beauty, Feminismus. Seit 1986 macht das österreichische Monatsmagazin "Wienerin" Journalismus für Frauen. Platz ist dort sowohl für gesellschaftskritische Reportagen wie auch für Schminktipps.

In Zeiten, in denen das Frauenbild so heftig diskutiert wird wie schon lange nicht, wird Barbara Haas, seit 2014 Chefredakteurin der "Wienerin", darüber berichten, welche Debatten sie sich bei ihrer täglichen Arbeit stellt. Wie sollen Frauenkörper in den Medien dargestellt, wie über Mode und Sexualität berichtet werden?

Donnerstag, 14. Februar 2019, 19 Uhr, im RC:

 

AUSSCHNITTE AUS ZWÖLFELÄUTEN UND ANDERE TEXTE

VON HEINZ R. UNGER

Zusammengestellt von H.W. KÄFER, Organisation Andrea PAULI.

Mitwirkende:

H.W. KÄFER,

Claudius KÖLZ,

Andrea PAULI,

Gerhard RUISS,

Monika SCHMATZBERGER,

Johannes WOLF

Die Verbundenheit Heinz R. Ungers – gestorben am 12.2.2018, des wunderbaren Literaten, der Romane, Lyrik, Theaterstücke, Drehbücher, Hörspiele, Lieder, Libretti und Kinder- und Jugendbücher verfasste und mit Kabarettgruppen zusammenarbeitete – u.a. mit dem Republikanischen Club hat uns als Mitglieder des 1. Wiener Lesetheaters veranlasst, ihn ebendort zu Gehör zu bringen.

 

 

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Freitag, 8. Februar 2019, 19 Uhr, im RC:

 

SPUREN DES WIDERSTÄNDIGEN

FORSCHUNG FÜR EMANZIPATION UND DEMOKRATIE

FESTSCHRIFT FÜR ERIKA THURNER

Angelica BÄUMER und

Heinrich NEISSER sprechen über ihre Begegnungen mit

Erika THURNER,

Karin LIEBHART führt mit Erika THURNER (Univ. Innsbruck, Inst. f. Politikwissenschaften) ein Gespräch über ihren Werdegang, ihre Forschungsinteressen und ihr politisches Engagement,

Alexandra WEISS stellt die Beiträge des Bandes vor.

Den Spuren des Widerständigen geht Erika Thurner in ihrer Forschung – sei es zur Arbeiter_innenbewegung, zur Frauengeschichte und -politik oder zur Verfolgung und Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus gegenüber Roma und Sinti – nach und sie verkörpert diese Widerständigkeit als politisch positionierte und engagierte Wissenschafterin. Die Forschungsfragen, die wir stellen, sagen viel über uns aus – nicht nur als Wissenschafter_innen, sondern auch über unsere Herkunft und unsere politischen Anliegen. Sie erzählen etwas darüber, ob wir Wissenschaft als Instrument der Gesellschaftsveränderung sehen oder als selbst referentielles System, zu dem sie unter den Bedingungen neoliberaler Hochschulpolitik immer mehr wird. Erika Thurner kam zu einer Zeit in dieses System des Wissenschaftsbetriebes, in der es sich gerade öffnete für kritisches Denken – und sie nutzte diese Möglichkeit im besten Sinn einer Wissenschaft für Emanzipation und Demokratie.

Alexandra Weiss/Karin Liebhart (Hg.), Spuren des Widerständigen. Forschung für Emanzipation und Demokratie. Eine Festschrift für Erika Thurner, ISBN 978-3-903187-19-1.

 

 

Fotos: © Republikanischer Club – Neues Österreich

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