Dienstag, 28. April 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr
Babyelefant und Hausverstand
Wie Krisen produziert werden
Buchpräsentation (Reihe Picus Konturen) mit: Ruth WODAK und Markus RHEINDORF
Eine Analyse der Inszenierung und Gestaltung von Krisen in Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Staaten (insbesondere Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien) auf der Basis von breit angelegten qualitativen und quantitativen Studien. In der Corona-Krise zeigt sich, wie Akteure aus Ministerien, Ämtern und der Wissenschaft versuchen, die Krise aus eigener Sicht zu steuern, wobei ein Gesamtbild von geradezu erstaunlicher Inkompetenz entsteht. Rechtsaußenparteien wie die FPÖ in Österreich konnten das kommunikative Versagen der Politik geschickt ausnützen.
Mittwoch, 29. April 2026, im RC, Fischerstiege 1–7, 1010 Wien. Beginn: 19:00 Uhr
„Akazien“ von Julian TUWIN &
„Schwarzwälder Tagebuch“ von Melitta URBANCIC
Buchpräsentationen der Theodor Kramer Gesellschaft
Einleitende Worte: Peter ROESSLER.
Lesung und Gespräch: Alois WOLDAN Sibyl URBANCIC und Johann KNEIHS.
Moderation: Astrid NISCHKAUER
Der Übersetzer Alois Woldan präsentiert den Gedichtband „Akazien“ von Julian Tuwim und liest aus dem Band.
Sibyl Urbancic liest Gedichte ihrer Mutter Melitta Urbancic und führt ein Gespräch mit Johann Kneihs, dem Enkel von Melitta Urbancic.
Sie geben Einblicke in den Sammelband und stellen einzelne Beiträge vor. Ausgangspunkt des Sammelbands ist die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als „Asoziale“ stigmatisiert wurden. Anhand dieses Referenzrahmens wird den Kontinuitäten dieser Stigmatisierung in aktuellen Diskursen und Bildern von „Asozialität“, „arbeitsscheu“ oder „amoralischem Lebenswandel“ nachgegangen. Es wird die Frage thematisiert, inwiefern aktuelle Debatten über Armut, Bettelei, „Sozialmissbrauch“, Obdachlosigkeit und Migration im Nationalsozialismus Anleihen bei historischen Denkmustern nehmen und welchen Beitrag Politische Bildung zur Bearbeitung selbiger leisten könnte. Mit vertiefendem Blick auf aktuelle Abwertungen von Bettler*innen, Sinti*zze und Rom*nja, Behinderte sowie Obdachlose werden die historischen, ideologischen und politischen Hintergründe und Kontinuitäten analysiert sowie Möglichkeiten der Thematisierung im pädagogischen Kontext skizziert.
Helga AMESBERGER: Sozialwissenschafterin. Sie war langjährige Mitarbeiterin am Institut für Konfliktforschung in Wien. Sie forscht zu Frauen und NS-Verfolgung, Oral History und Erinnerungspolitik sowie zu Prostitutionspolitik.
Judith GOETZ: Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU), des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus sowie Obfrau der Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (LICRA).
Brigitte HALBMAYR: Senior Researcher am Institut für Konfliktforschung in Wien mit den Forschungsschwerpunkten Frauen und NS-Verfolgung, Oral History und Erinnerungspolitik sowie Biografieforschung.
Initiativen
Leon Zelman Preis 2021 der Stadt Wien
Am 13.9.2021 erhielten
der Republikanische Club – Neues Österreich und Likrat
LICRA – Ligue Internationale Contre le Racisme et l'Antisémitisme – Österreich Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus 1010 Wien, Rockhgasse 1 www.repclub.at/licra licra.oesterreich2(AT)gmail.com Die LICRA in Österreich Die Mutterorganisation wurde 1928 in Paris gegründet, damals noch mit dem Namen LICA (Ligue Internationale Contre l’Antisémitisme), und zwar zu einer Zeit, in der Antisemitismus in Europa […]