Republikanischer Club - neues Österreich

Mittwoch, 13. Mai 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr  

 

Junge ukrainische Dichter:innen über den Krieg

Theodor Kramer Gesellschaft

Zweisprachige Lesung mit Gespräch

Mit: Oksana Osmolovs’ka, Annemarie Türk, Alois Woldan

 

Zweisprachige Lesung von Gedichten ukrainischer Dichter:innen in der Übersetzung von Alois Woldan, die in diversen Ausgaben der Zeitschrift Zwischenwelt erschienen sind, u. a. von: Oksana Osmolovs’ka, Anna Gruver, Mychajlo Žaržajlo, Valerii Puzik und Yuliia Iliukha. Sowie ein Gespräch von Annemarie Türk mit Oksana Osmolovs’ka, Dolmetsch: Alois Woldan.

 

Oksana Osmolovs’ka ist eine ukrainische Dichterin, geb. in Čerkasy (Ukraine). Im Mai ist sie als Writers-in-Exile-Stipendiatin in Wien. Gedichte von ihr sind auch enthalten in der Anthologie:

Iryna Sazhynska, Halyna Hulijeva, Oksana Osmolovs’ka, Jelizaveta Zharikova: Im Flug der Zeit / ЛЕТ. Junge ukrainische Dichterinnen über den Krieg / Молоді українські письменниці про війну. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2025. ISBN 978-3-903522-32-9

Dienstag, 19. Mai 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

 

Lager der Entnazifizierung oder „Rote KZ“ – Deutungskämpfe um die sowjetischen Speziallager in Deutschland 1945–1950

Eine Veranstaltung des www.gedenkdienst.at

Die sowjetischen Speziallager – etwa das Speziallager Nr. 7/1 in Sachsenhausen – waren Orte von Internierung, Hunger, Krankheit und Tod. Seit den 1940er Jahren wurden sie im Zeichen von Antikommunismus und Totalitarismustheorie manchmal als „rote Konzentrationslager“ bezeichnet… Sie fügten sich in politische Erinnerungskonflikte und einen dominanten Opferdiskurs der postfaschistischen deutschen Gesellschaften ein, der Deutsche als Opfer von Krieg und Vertreibung präsentierte und Bedürfnisse nach Schuldabwehr bediente.

Der Vortrag analysiert diese geschichts- und memorialpolitischen Kontroversen zeigt zudem, wie postfaschistische Denk- und Deutungsmuster fortwirkten und sich unter anderem in rechtsextremen Netzwerken in SBZ und DDR manifestierten. Es zeigt sich ein Wandel in der Neonaziszene: Eine neue Generation rechtsextremistischer Jugendlicher, die öffentliche Raumnahme und Gewalt nicht scheut.

Vortragender: Enrico HEITZER (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten).

Mittwoch, 20. Mai 2026, im RC, Fischerstieg 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr

 

 Vom Antisemitismus, der keiner sein will 

Richard SCHUBERTH 

»Und doch sieht es so aus, als hätte der Antisemitismus – learning by doing – seine Gestalt gewechselt und wäre von den Rechten zu den Gerechten übergelaufen, wo er, ständig das Lachen über den gelungenen Coup unterdrückend, die Palästinaflagge schwenkt.« (Seite 34)
Ebenso polemisch wie analytisch ergründet Richard Schuberth die Metamorphosen des neuen Antisemitismus – als einen weiteren, zeitgeistig adaptierten Versuch, individuelle Realitätsverluste und gesellschaftliche Widersprüche zu einer wahnhaften Meta-Erzählung zu harmonisieren.

https://edition-tiamat.de/books/vom-antisemitismus-der-keiner-sein-will

 

»Richard Schuberth, der sachkundig und sprachmächtig wie kaum ein anderer seit Jahren über Israel und Palästina schreibt und gegen Falschmeldungen aller politischen Bastionen anschreibt …« Karl-Markus Gauß, Schuldhafte Unwissenheit

 

»Richard Schuberth hat die modernen Manifestationen des Antisemitismus nicht nur scharf und schonungslos analysiert und präzise in seiner historischen Dimension verortet, sondern er hat auch das Kunststück zuwege gebracht, diese höchst unerfreuliche Problematik mit lustvoller Polemik unterhaltsam aufzubereiten. Mit feinem Sprachgefühl besonders hinreißend interpretiert: Hans-›antikolonialistische‹ Verbrüderungsszene im Irish Pub. Großes politisches Kabarett!«

Richard Weihs

Dienstag, 26. Mai 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr  

 

CHILE – Aufwachsen im Schatten des NS-Systems

Eine Familiengeschichte

Buchpräsentation mit der Autorin Antje DOBERER-BEY,

Moderation Peter SCHWARZ

Antje Doberer-Bey, 1946 in Chile geboren und dort aufgewachsen, reflektiert ausgehend vom elterlichen Verschweigen der Verstrickungen in den Nationalsozialismus ihre eigene Familiengeschichte. Ihr Vater war Mitglied der NSDAP und kam 1939 als technischer Leiter für die Firma OSRAM nach Santiago. Erst 2019 erfuhr die Autorin, dass er auch für den deutschen Geheimdienst gearbeitet hat. Basierend auf 2017 freigegebenen Dokumenten des chilenischen Innenministeriums stellt Doberer-Bey das System der nationalsozialistischen Einflussnahme in Chile und die Auswirkungen der einstigen Mittäterschaft auf gesellschaftspolitischer und individueller Ebene von 1945 bis heute dar.

Mittwoch, 3. Juni 2026, WIEN MUSEUM, 18.30 – 20 Uhr

 

40 JAHRE Republikanischer Club – Neues Österreich

3. Juni 2026, 18.30 bis 20 Uhr

Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8

Nestbeschmutzer. Streitkultur. Demokratie.

 

Vier Jahrzehnte nach seiner Gründung lädt der Republikanische Club – Neues Österreich zu einer Jubiläumsveranstaltung in das Wien Museum: Ein gemeinsamer Blick in Vergangenheit und Zukunft. https://www.wienmuseum.at/event/3021

Podium: Ruth BECKERMANN, Andreas KRANEBITTER, Doron RABINOVICI, Ruth WODAK.

Moderation und Aufnahme für den FALTER: Raimund LÖW

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