Republikanischer Club - neues Österreich

Freitag, 30. Jänner 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 

Alles Meinung?

Über die Freiheit des Wortes und den Verlust der Wahrheit

Ein Podiumsgespräch mit Autor:innen

Weltweit wird die Meinungsfreiheit zunehmend eingeschränkt, wie ist sie zu verteidigen und welche Folgen hat es, wenn alles gesagt werden kann? Welche Verantwortung haben Autor:innen, mit welchen Schwierigkeiten sehen sie sich aktuell konfrontiert? Mitglieder des PEN Austria und des PEN Deutschland setzen sich mit Sprache und Politik auseinander – und wie Literatur die Zivilgesellschaft stärken kann.  

Mit: Thomas Andreas Beck (Lyriker, Liedermacher), Katharina Tiwald (Autorin, Präsidentin PEN Burgenland), Sama Maani (Autor, Psychoanalytiker), Eleanor Bardilac (Autorin, Young Writers PEN Austria), u.a.

Moderation: Marion Wisinger (Präsidentin PEN Austria)

Mittwoch, 28. Jänner 2026, im RC; Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr  

 

FILMABEND im RC

 

Leonhard PLAKOLM, ein langjähriger Freund von Peter BETTELHEIM hat 2007 – im Zuge einer Doku über Gustav Glaser – ein längeres Interview/Gespräch mit Peter Bettelheim geführt. Darin geht es um dessen Werdegang: Emigrantenkind, Schule in Wien, FÖJ, Studium und Kritische Linguistik; um die Wiener 68er und auch Gustav Glaser; um die sog. Uni-Ferkelei und Folgen, die Spaltung in dogmatische Gruppen und weiter bis herauf zu einst aktuellen Auseinandersetzungen; auch um den österreichischen Antisemitismus.

Peter Bettelheim ist in Gestik und (rauer) Stimme präsent. Der Videofilm dauert genau 1 Stunde.

 

  

Dienstag, 27. Jänner 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

 

 „LÜGE UND WAHRHEIT“

 von Claudia ERDHEIM

Präsentation des Essaybandes (Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft)

 Claudia ERDHEIM präsentiert die zwei Essays:

„Verteidigungsstrategien von österreichischen NSDAP-Mitgliedern nach dem Krieg“ und „Hannah Arendts wundersame Liebe zu Martin Heidegger“. Im ersten Essay wird anhand zweier Beispiele gezeigt, mit welchen Lügen und irren Argumenten NSDAP Mitglieder versucht haben, den Sanktionen wie z.B. Sühneabgaben oder Berufsverbot zu entgehen. In dem zweiten Essay geht es um Arendts trotz aller Kritik und Einsicht bis zum Schluss ungebrochene Liebe zu Heidegger.

Moderation: Gerhard OBERSCHLICK

Claudia Erdheim, geboren 1945 in Wien. Studium der Philosophie und Logik. Von 1984 bis 2005 Lehrbeauftragte am philosophischen Institut der Universität Wien. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Seit 1984 zahlreiche Buchveröffentlichungen.

Montag, 19. Jänner 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr

Präsentation der Zeitschrift Zwischenwelt (Nr. 4, 2025): 
Theodor Kramer Preis 2025 / Exil in Österreich 1918–1938
 
Mit: Peter ROESSLER, Hellmut BUTTERWECK, Robert STREIBEL, Alexia WEISS, Marianne WINDSPERGER, Christoph REINPRECHT, Katrin SIPPEL, Christina WIEDER und Benjamin GRILJ.
 
Der „THEODOR KRAMER PREIS 2025“ erging an Alexia WEISS und Hellmut BUTTERWECK. 
„Meine früheste politische Erinnerung ist der 12. Februar 1934. Es war der erste Einbruch der Politik in meine Kinderwelt, indem das elektrische Licht plötzlich wegblieb und die Großmama eine alte Petroleumlampe hervorholte.“ (Preisrede, Hellmut Butterweck)
„Ich habe mich in den mittlerweile fast zwei Jahren seit dem 7. Oktober dafür entschieden, mich in kein inneres Exil zu begeben und weiterhin das zu schreiben, was mir wichtig ist. Dazu gehört aktuell vor allem, auf den massiven Antisemitismus hinzuweisen, der auch in Bereichen aufpoppt, in denen ich ihn nicht mehr vermutet hätte.“ (Preisrede, Alexia Weiss)
 
EXIL IN ÖSTERREICH 1918–1938:
In der Zwischenkriegszeit war Österreich Zufluchtsland für verfolgte Personen aus zahlreichen europäischen und vor allem osteuropäischen Ländern, unter ihnen viele Intellektuelle, Schriftstelleri:nnen, Journalist:innen und Politiker:innen. Diesem Exil, das eine vielfältige und vor allem in kultureller Hinsicht ungemein produktive Diaspora-Landschaft hervorgebracht hat, widmete die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge) 2023 ihre Jahrestagung. Der von Christoph Reinprecht und Katrin Sippel kuratierte Schwerpunkt der Zeitschrift Zwischenwelt (4/25) versammelt nun sieben der Tagungsbeiträge.
 
 

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