Montag,12. Jänner 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
Veranstaltungsreihe im RC – LEBENSGESCHICHTEN:
Berîvan ASLAN und der Kampf um die Freiheit
Berîvan ASLAN ist Juristin, ehemalige Nationalratsabgeordnete und heute Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat. Seit Jahren steht sie an vorderster Front im Einsatz für Menschenrechte, Frauenrechte, Integration und Demokratie.
Aslan wurde in der Türkei als Tochter eines kurdischen Menschenrechts-Aktivisten geboren. Im Gespräch mit dem Journalisten Fred TURNHEIM berichtet sie über prägende Erfahrungen von Rassismus, frauenfeindlicher und ethnisch motivierter Mehrfachdiskriminierung, über Bedrohungen, Polizeischutz und einen vereitelten Attentatsplan.
So verbot eine türkische Mutter in Tirol ihrer kleinen Tochter mit dem „Kurdenmädchen“ zu spielen, ein Schulkollege warf mit der Bemerkung „Da gehörst Du hin“ die kleine Berîvan in eine Mülltonne.
Sie spricht darüber, warum sie trotz all dieser Erfahrungen und Gefahren entschlossen weiterkämpft – für eine offene, gerechte und demokratische Gesellschaft.
Das Podiumsgespäch wird Okto TV als Podcast aufgezeichnet. Bitte rechtszeitig da sein, bitte bereits um 18.45 Uhr da sein.
Mittwoch, 17. Dezember 2025, RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 18 Uhr
AUFMACHER – die Medienrunde lädt vor Jahresende nochmals ein:
Edith MEINHART wird zu Gast sein.
Meinhart ist eine vielfach ausgezeichnete Journalistin, über 20 Jahre arbeitete sie beim profil im Innenressort. 2024 entschied sie, das profil zu verlassen und freiberuflich zu arbeiten. Sie ist Co-Host des von Michael Nikbakhsh gegründeten Investigativ-Podcasts Die Dunkelkammer. Außerdem veröffentlichte sie vor kurzem ein Buch über die Geschichte der Nonnen von Goldenstein.
Mittwoch, 10. Dezember 2025, RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn 18 Uhr
Tränen musst Du nicht weinen – Tränen kannst Du auch lachen
Jüdische Witze und Geschichten – jiddishe Lieder,
mit Lena ROTHSTEIN und Tony SCHOLL
Lena Rothstein und Tony Scholl betrachten kartenspielend die Welt und all das Geschehene und spannen so einen fulminanten Bogen über die Grenzen, durch die verschiedenen Facetten des jüdischen Humors.
In das „goldene Zeitalter“ auf der iberischen Halbinsel, über die Meere, ins ostjüdische Stedtl und in die verschiedensten Stationen der Diaspora, leitet ein wehmütiges, ungebändigtes Lächeln ins grenzenlose Reich des jüdischen Witzes. Auch in der Nazizeit und unter Stalin wurde gelacht, vor allem: was blieb einem anderes übrig?
Tony Scholl gelingt es, durch seine charismatische Erzählweise die jüdischen Witze spannend aufzubauen.
Feinfühlig interpretiert Lena Rothstein in ihrer ganz persönlichen Vortragsweise die jiddishen Lieder.
Musikalisch unterstützt von:
Michael KNEIHS – Piano und
Adula IBN QUADR – Violine
Sehen Sie und hören Sie hier, wo Sie Hörbeispiele anklicken können:
https://www.youtube.com/channel/UCYThDA1jhmAiSDj71kUmMuQ
und www.lenarothstein.at
Donnerstag, 4. Dezember 2025, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
GERICHTSTAG IN CHARKOW
Vom 15. Bis 18. Dezember 1943 fand in der ukrainischen – damals sowjetischen – Stadt Charkow eine Militärgerichtsverhandlung gegen vier deutsche Kriegsverbrecher statt, nachdem das Gebiet und die Stadt Charkow von den Deutschen zurückerobert worden war. Im Zuge dieser Verhandlung kamen ungeheuerliche Greueltaten ans Licht, die deutsche Geheimdienst- und Gestapooffiziere zu verantworten hatten. Im Zuge des ‚Ersten Wiener Lesetheaters und Zweiten Stegreiftheaters‘ lesen Mitglieder aus dem Originalprotkoll, das von dem Schauspieler Manfred Loydolt gesichtet und in leicht gekürzter Form dramaturgisch bearbeitet wurden.
Unter Mitwirkung von den Schauspielern: Xina Ziegler, Manuel Girisch, Claudius Kölz, Manfred Loydolt, Felix und Lukas Millauer, Thomas Neumeister-Macek, Mark Rayal und Thomas Ziegler
Mittwoch, 3. Dezember 2025, im RC, Fischerstiege 1–7, 1010 Wien, Beginn 19 Uhr
TRÄUMEN MIT OFFENEN AUGEN & ALICE UND ICH
Lesung mit musikalischer Intervention
Evelyn HOLLOWAY und Birgit SCHWANER stellen ihre neuen Bücher vor. Nach zwei Lyrikbänden hat Evelyn Holloway 2025 in der Edition Sonnberg ihre gesammelten Essays veröffentlicht. Das thematische Spektrum der kurzen, konzentrierten Abhandlungen umfasst „Das Kind als Ware“ ebenso wie Kafka, Beckett oder die Frage nach der jüdischen Identität in der modernen Literatur. Eine besondere Bedeutung kommt in den Texten dem literarischen Schreiben als Überlebenskunst zu. Dieses Moment spielt auch in Birgit Schwaners Erzählung Alice und ich eine wesentliche Rolle. Das Ende 2024 erschienene Buch handelt von zwei Krebspatientinnen, die sich mit Phantasie und surrealistischem Gedankenspiel gegen Krankheit und Spitalsbetrieb zur Wehr setzen, die Kunst zur (mentalen) Überlebenskunst machen.
Musikalisch bereichert Angelina ERTEL die Doppellesung mit Improvisationen auf der Querflöte.
Evelyn Holloway wurde in Wien geboren und lebt als Dichterin in Wien und St. Ives, Cornwall. Ihre Gedichte wurden in Buchform im Wieser Verlag und in der Edition Sonnberg veröffentlicht, in der auch der heute vorgestellte Essayband erschienen ist.
Birgit Schwaner lebt seit 1984 in Wien. Sie schreibt Hörspiele, Prosa und Essays. „Alice und ich“ ist im Wiener Klever Verlag erschien.
Angelina Ertel studierte klassische Querflöte in Köln, Konzertfach, wandte sich aber bald vermehrt der improvisierten Musik zu und ist seit vielen Jahren in der freien Improszene Wiens aktiv.