Montag, 19. Jänner 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
„Meine früheste politische Erinnerung ist der 12. Februar 1934. Es war der erste Einbruch der Politik in meine Kinderwelt, indem das elektrische Licht plötzlich wegblieb und die Großmama eine alte Petroleumlampe hervorholte.“ (Preisrede, Hellmut Butterweck)
„Ich habe mich in den mittlerweile fast zwei Jahren seit dem 7. Oktober dafür entschieden, mich in kein inneres Exil zu begeben und weiterhin das zu schreiben, was mir wichtig ist. Dazu gehört aktuell vor allem, auf den massiven Antisemitismus hinzuweisen, der auch in Bereichen aufpoppt, in denen ich ihn nicht mehr vermutet hätte.“ (Preisrede, Alexia Weiss)
In der Zwischenkriegszeit war Österreich Zufluchtsland für verfolgte Personen aus zahlreichen europäischen und vor allem osteuropäischen Ländern, unter ihnen viele Intellektuelle, Schriftstelleri:nnen, Journalist:innen und Politiker:innen. Diesem Exil, das eine vielfältige und vor allem in kultureller Hinsicht ungemein produktive Diaspora-Landschaft hervorgebracht hat, widmete die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge) 2023 ihre Jahrestagung. Der von Christoph Reinprecht und Katrin Sippel kuratierte Schwerpunkt der Zeitschrift Zwischenwelt (4/25) versammelt nun sieben der Tagungsbeiträge.
