Dienstag, 15. September 2026, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
Hans BREUER liest aus seinem Buch „Partisan im Frieden“ und singt eigene Lieder.
Als Sohn jüdisch-kommunistischer Eltern schon im Kindergarten mit Antisemitismus konfrontiert, ging Hans einen ganz eigenen Weg, weil er es ablehnte, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein, die auf ihrer Universität Nazi-Professoren akzeptierte: Er wurde Österreichs einziger Wanderschäfer und arbeitete sein Trauma der Second Generation mit seinen Liedern auf.“
Montag, 21. September 2026, im RC, Fischerstiege 1, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr
Reinhold Eckfelds Bericht & The Eckfeld Records Theodor Kramer Gesellschaft
Es lesen Martin KRIST und Tonia ECKFELD, die Tochter Reinhold Eckfelds.
Reinhold Eckfelds Bericht. Vom Novemberpogrom bis zur Flucht aus Wien. Hrsg. v. Martin Krist. Wien 2024.
Tonia Eckfeld, No One Knows. The Eckfeld Records: Inside the Dunera Story. Clayton, Victoria, Australia 2024.
Reinhold Eckfeld wurde 1938 als Jugendlicher vom Schulunterricht ausgeschlossen. Auf der Flucht, die ihn nach Australien brachte, schrieb er 1940 nieder, was er in Wien erlebt hat.
Was diesen Bericht so wertvoll macht, ist Reinhold Eckfelds genaue Beobachtung und schriftliche Festlegung von Begegnungen mit nationalsozialistischen Beamten, alles Österreicher, den Schikanen bei der Beschaffung aller Dokumente und Formulare, die für eine Emigration notwendig waren, und die exakte Schilderung von Gesprächen in den Schlangen vor den Schaltern, die die Verzweiflung der dort Wartenden widerspiegeln.
Präsentation der ZEITSCHRIFT FÜR IDEOLOGIEKRITIK: SANS PHRASE (Freiburg/Wien)
Herausgegeben vonManfred DAHLMANN und Gerhard SCHEIT
Redaktion: Till GATHMANN, Renate GÖLLNER, Alex GRUBER, Joel NABER, Ljiljana RADONIC
Vorträge und Diskussion mit den Autoren des 1. Hefts: Manfred DAHLMANN, Stephan GRIGAT, Florian MARK, Joel NABER.
REGULATION UND POLITISIERUNG VON GESCHLECHTER-VERHÄLTNISSEN
von und mit Alexandra WEISS
Neoliberale Transformation und die Bedeutungsverschiebung gesellschaftlicher Werte gehen mit einer Einverleibung und gleichzeitig einer Verkürzung emanzipatorischer feministischer Politik einher. In dem Vortrag wird nachgezeichnet wie sich Politisierung vor diesem Hintergrund gestaltet.
Nach einem Vortrag zum Buch führt die Autorin, Alexandra WEISS ein Gespräch zum Thema mit der NR Abg. Sonja ABLINGER.
Mit einer Einführung von Brigitte LEHMMANN.
Jura Soyfer Zyklus „Denn nahe, viel näher, als ihr es begreift“ WAS DRAUßEN LAG, WAR FREMDE
Eine Gastperformance der FLEISCHEREI_mobil in den Räumen des RC
Die theatrale Installation „Was draußen lag, war Fremde“ zeigt das aus dem Exil gerettete Romanfragment „So starb eine Partei“ (1934). Soyfer schildert hier die Genese der gescheiterten Arbeiterrevolte 1934 und analysiert Aufstieg und Fall der österreichischen Sozialdemokratischen Partei, sowie das verhängnisvolle Zurückweichen progressiver gesellschaftlicher Kräfte vor der faschistischen Gefahr.
Im Rahmen eines Projekts des London Jewish Cultural Centre und auf Einladung des Vereins Gedenkdienst ist die bedeutende englische Anthropologin zu Gast. Eine gemeinsame Veranstaltung von Theodor Kramer Gesellschaft, Verein Gedenkdienst und RC.
Einführung: Martin KRIST (Theodor Kramer Gesellschaft),
Der Sozialanthropologe Helmut LUKAS (ÖAW) spricht mit Scarlett EPSTEIN über ihre Arbeit in Südindien, Papua-Neuguinea und ihre Erfahrungen mit Österreich.
Die Schauspielerin Dagmar SCHWARZ liest aus Epsteins "Eine Jüdin aus Wien".
T. SCARLETT EPSTEIN wurde 1922 als Trude Grünwald in Wien geboren. 1938 musste die Familie ihr Leben vor den Nazi-Verbrechern retten und floh zuerst nach Jugoslawien, dann nach Albanien und 1939 nach England. In ihrer Autobiographie berichtet Epstein von ihren Erfahrungen als Flüchtling in Zagreb, Durrës, London und Manchester. Sie erzählt von ihrem Streben nach Glück und ihrem erfolgreichen Kampf gegen Krebserkrankungen. Sie erzählt von ihrer teilnehmenden Feldforschung in Papua-Neuguinea und in Südindien, von zwischenmenschlichen Beziehungen über Kontinente hinweg und ihren Erfolgen. Siglinde Bolbecher hat 2011 die deutsche Übersetzung ihrer Erinnerungen herausgegeben.
DIE WELT IST VUKA – volatil, unsicher, komplex, ambivalent
Jeden Tag aufs Neue. Als systemische BeraterInnen arbeiten die AutorInnen täglich daran, die VUKA-Welt in konstruktive Entwicklung zu übersetzen. Entscheiden und Handeln statt Ohnmacht und Burnout. Und nun präsentieren sie ihr gemeinsames Buch. „Die vierte Kränkung – Wie wir uns in einer chaotischen Welt zurecht finden“ ist im Goldegg-Verlag erschienen.
Barbara GUWAK(Psychologin und systemische Facilitatorin mit Spezialisierung auf die Begleitung in komplexen Entscheidungskontexten. Sie beforscht den Themenbereich „Handlungsfähigkeit unter Unsicherheit“ und arbeitet an der Übersetzung von Widersprüchlichkeit in nachhaltige Entwicklungsstränge).
Matthias STROLZ(studierte internationale Wirtschaft und Politikwissenschaft sowie systemische Organisationsentwicklung).
LICRA – Ligue Internationale Contre le Racisme et l'Antisémitisme – Österreich Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus 1010 Wien, Rockhgasse 1 www.repclub.at/licra licra.oesterreich2(AT)gmail.com Die LICRA in Österreich Die Mutterorganisation wurde 1928 in Paris gegründet, damals noch mit dem Namen LICA (Ligue Internationale Contre l’Antisémitisme), und zwar zu einer Zeit, in der Antisemitismus in Europa […]