Republikanischer Club - neues Österreich

Donnerstag, 9. Februar 2017, 19 Uhr, im RC:

IMMER WIEDER UNGARN von KARL PFEIFER

Nationalismus und Antisemitismus in der politischen Kultur Ungarns

Bereits 2013 schilderte Karl PFEIFER in seiner Autobiografie "Einmal Palästina und zurück" (Edition Steinbauer) seine Jugendjahre in Österreich, seine Emigration nach Israel und die Rückkehr nach Österreich 1951. In seinem neuen Buch "Immer wieder Ungarn" (Edition Critic) berichtet er über die wechselhaften Beziehungen zu Ungarn, dem Heimatland seiner Eltern. 1979 traf er Mitglieder der demokratischen Opposition in Ungarn und konnte seine Artikel über Ungarn in der sozialdemokratischen Arbeiterzeitung (AZ) unter dem Pseudonym Peter Koroly veröffentlichen. Doch bald wusste das ungarische Innenministerium, wer sich hinter diesem Namen verbarg. Von 1980 bis 1987 folgten vier Ausweisungen. Seit der Wende 1989 und bis heute setzt sich Karl PFEIFER mit Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Ungarn auseinander. Schon führ wies er auf die Entwicklung Ungarns zu einer illiberalen Demokratie hin.

Lesung und Diskussion mit Karl PFEIFER.

Moderation: Erich KÖNIG (BSA Bundesfachgruppe Medienberufe),

Begrüßung: Sibylle SUMMER (RC).

Eine gemeinsame Veranstaltung der BSA Bundesfachgruppe Medienberufe und des Republikanischen Clubs – Neues Österreich.

 

 

Montag, 30. Jänner, 19.30 Uhr, im RC:

BLICK ZURÜCK IM ZORN?

Nachkriegsmädchenheit/Nachkriegsbubenheit

Irene SUCHY und Konstantin KAISER lesen aus ihren Gedichtbänden und sprechen über Beobachten und beobachtet werden, über Weltzerstörung und Weltentstehung.

"Weil mir kein Nest war, wuchsen Flügel."

"… es geht nicht um meine Biographie, sondern um die Entstehung der Welt eines Kindes."

Irene SUCHY: Litanei gottloser Gebete. Verlag Bibliothek der Provinz, Wien

Konstantin KAISER: Kindheits-Zyklus. Kultur-Spur Verlag, Innsbruck

Irene SUCHY ist u.a. Musikredakteurin des ORF, Schriftstellerin, Universitätslehrerin, Forscherin auf den Gebieten Musik-, Zeitgeschichte und Exil in Japan. Konstantin KAISER ist u.a. Sekretär der Theodor Kramer Gesellschaft, Exilforscher, Schriftsteller, Herausgeber des Magazins "Zwischenwelt".

 

Sonntag, 29. Jänner 2017, 11 Uhr, im Akademietheater:

ARI RATH. Zur Erinnerung. 

Sonntag, 29. Jänner 2017, 11 Uhr, im Akademietheater:

Das Burgtheater und das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog laden zu einer Gedenkveranstaltung für Ari RATH.

Gedenkrede: Doron RABINOVICI, Lesung: Elisabeth ORTH, Cornelius OBONYA, Peter KNAACK.
Musik: Timna BRAUER, Bela KORENEY, Shmuel BARZILAI, Marwan ABADO, Viola RAHEB.
Gespräch: Heinz FISCHER, Franz VRANITZKY, Andreas MAILATH-POKORNY, Heide SCHMIDT, Moderation: Alexandra FÖDERL-SCHMID.

Mit Unterstützung durch die Israelitische Kultusgemeinde Wien und den Republikanischen Club – Neues Österreich.

Nähere Info zur Matinee am Sonntag, 29.1.2017, im Akademietheater: ARI RATH. Zur Erinnerung 29.1.2017

Kurz nach seinem 92. Geburtstag hörte Ari RATHs Herz am 13. Jänner 2017 für immer auf zu schlagen. Ari RATH war großzügig, liebenswert und sehr engagiert – ein großer Aufklärer im besten Sinne. Er hielt bis zuletzt engen Kontakt zu seinen Weggefährten und Freunden und trat im Rahmen des Projekts „Die letzten Zeugen“ von Doron RABINOVICI und Matthias HARTMANN auf den großen Theaterbühnen auf. Er wird uns allen sehr fehlen.

 

Aufzeichnung der Veranstaltung im RC, "ARI HEIßT LÖWE" am 28. November 2012:

 

Und Erinnerungsfotos:

Dienstag, 24. Jänner 2017, 19 Uhr, im RC:

"BERUFSVERBRECHER_INNEN": UNWÜRDIGE KZ-OPFER?

Buchpräsentation und Diskussion mit Sylvia KÖCHL und Andreas KRANEBITTER.

Die KZ-Häftlingsgruppe der "BerufsverbrecherInnen" (auch "BVer" oder "Grünwinklige" genannt) ist eine Opfergruppe der NS-Zeit, über die nur selten gesprochen wurde und die bis vor kurzem noch völlig unerforscht war. Wer waren die Häftlinge mit dem grünen Winkel? Auf welchen Wegen kamen sie in die Konzentrationslager? Und wie wurde den Überlebenden aus dieser Gruppe nach 1945 begegnet? Anhand von Fallgeschichten aus den KZ Mauthausen (Männer) und Ravensbrück (Frauen) wird mit vielen Mythen und Märchen über die "BerufsverbrecherInnen" aufgeräumt, die mit ein Grund dafür sind, dass sie nach wie vor von der Opferfürsorge ausgeschlossen werden.

Vortragende:

Sylvia KÖCHL, Aktivistin der Österr. Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen und Autorin des Buches "'Das Bedürfnis nach gerechter Sühne'. Wege von 'Berufsverbrecherinnen' in das Konzentrationslager Ravensbrück", erschienen im Herbst 2016 beim Mandelbaum Verlag.

Andreas KRANEBITTER, wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und des Instituts für Soziologie der Universität Wien, Herausgeber des Gedenkstätten-Jahrbuchs „Justiz, Polizei und das KZ Mauthausen“, erschienen im Mai 2016 bei new academic press.

 

Mittwoch, 18. Jänner 2017, 19 Uhr, im RC:

"HOW TO BE ÖSTERREICH"

Die Satiregruppe HYDRA zu Gast (Buchpräsentation)

'How to be Österreich' ist das Maggi für die gesunde Volksseele, ein wertvoller Ratgeber für alle, die derzeit noch auf der Fußmatte Österreichs stehen. 'How to be Österreich' wirft einen Anker der Völkerverständigung aus. 'How to be Österreich' hilft Kindern und Jugendlichen, deren Eltern gnadenlos versagt haben, insbesondere darin, sie zu noch besseren Österreichern zu erziehen. 'How to be Österreich' ist eine patriotische Liebeserklärung an ein Österreich, das es nicht gibt. 'How to be Österreich' ist ein satirischer Österreich-Guide, ein augenzwinkernder Führer durch die beeindruckende Vielfalt österreichischer Werte. Denn früh übt sich, wer ein Neo-Österreicher werden will! Hydra liest! Das „humorig-böse“ (Die Presse) Wiener Satirekollektiv mit dem „Extrapunkt für Subversivität“ (Titanic) kommt in den Republikanischen Club – Neues Österreich um seinen neuesten Bestseller vorzustellen. Gelesen wird aus dem eben erst erschienenen Werteguide 'How to be Österreich'. Jedes Publikum ist erwünscht, niemand wird exkludiert, denn „das ist Satire für ganz arme Leute“ (Johannes Gudenus, FP)."

Begrüßung: Thomas WALLERBERGER (RC).

 

Montag, 9. Jänner 2017, 19 Uhr, im RC:

„PERSPEKTIVENWECHSEL. GESCHLECHTERVERHÄLTNISSE IM AUSTROFASCHISMUS“

Hg. von Veronika DUMA, Linda ERKER, Veronika HELFERT und Hanna LICHTENBERGER

In Anschluss an die Heftpräsentation und die Diskussion mit den Autor_innen wird zu Brot & Wein geladen. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Republikanischen Club – Neues Österreich und dem Forschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

Zum Heft: „Perspektivenwechsel. Geschlechterverhältnisse im Austrofaschismus“ hg. von Veronika DUMA, Linda ERKER, Veronika HELFERT und Hanna LICHTENBERGER. Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (ÖZG) 3/2016. Mit Beiträgen von Irene BANDHAUER-SCHÖFFMANN, Vera BIANCHI, Johanna DORER, Elisabeth GREIF, Renée LUGSCHITZ, Matthias MARSCHIK, Toni MORANT i ARIñO, Irina VANA und Florian WENNINGER.

In dem Band wird das mittlerweile breite Spektrum an Forschungsprojekten präsentiert, das den Austrofaschismus als autoritäres Herrschaftssystem im Rahmen frauen- und geschlechterhistorischer Herangehensweisen analysiert. Perspektivenwechsel – Das bedeutet einerseits neue Themenfelder zu erschließen und andererseits ein revisiting jener Gewissheiten vorzunehmen, die der kanonisierten Forschung eingeschrieben sind. Die Autor_innen werfen die Frage auf, inwiefern patriarchale Strukturen und eine hierarchische Ordnung der Geschlechter einen zentralen Bestandteil autoritärer Herrschaftsformen darstellen, thematisieren die Organisation weiblich konnotierter (Lohn-)Arbeit in der Krise, befassen sich mit Geschlechterverhältnissen im Widerstand und untersuchen Rollenzuschreibungen in Gesellschaften, deren androzentrische Strukturierung durch faschistische Gesellschaftspolitiken wieder verstärkt wurden. In einer Erweiterung des geographischen Untersuchungsraumes setzen sich Beiträge zudem mit dem umkämpften Spanien im Bürger_innenkrieg auseinander und machen deutlich, dass die (historische) Frauen- und Geschlechterforschung auch das Feld der transnationalen Faschismusforschung um eine unerlässliche Perspektive erweitert.

Weitere Informationen zum Heft unter: https://www.univie.ac.at/oezg/OeZG163.htm

 

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