Dienstag, 5. Dezember 2023, im RC, Fischerstiege 1-7, 1010 Wien, Beginn: 19 Uhr, VERSCHIEBUNG
VERSCHIEBUNG – Der Termin muss leider verschoben werden – neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben!
Gesellschaftlicher Wandel, aber wie?
Politik, Aktivismus und Wissenschaft im Klimanotstand.
Vortrag und Diskussion mit Reinhard STEURER (Univ. Prof. für Klimapolitik an der BOKU)
Moderation: Christine HULATSCH
2023 ist das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen und ist wahrscheinlich der Einstieg in eine von der Menschheit noch nie erfahrene Klimakatastrophe.
Die Ursache für die Erderwärmung ist vor allem die zunehmende Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan in der Atmosphäre.
Das bedeutet, es bedarf großer Anstrengungen, um den Ersatz von fossilen Energien zu bewerkstelligen. Weder weltweit noch in Österreich (Österreich befindet sich im Ranking bei den Schlusslichtern, in guter Gesellschaft mit z.B. China) werden ausreichend Anstrengungen unternommen. Ganz im Gegenteil, die CO2 Konzentration steigt weiter an.
Die Politik betreibt vor allem Scheinklimaschutz. In Österreich spricht die ÖVP von „Klimaschutz mit Hausverstand“ und setzt auf Freiwilligkeit, die Wirtschaft betreibt Greenwashing und die FPÖ verleugnet die Klimakatastrophe überhaupt. Das von der Regierung angekündigte Klimaschutzgesetz ist seit 1000 Tagen ausständig.
Aber auch die internationale Politik ist in Richtung Scheinklimaschutz unterwegs, alle bis jetzt abgeschlossenen internationalen Abkommen haben sich als erfolglos herausgestellt.
Erforderlich ist ein Umdenken in der Gesellschaft, die sich dann nicht mehr damit zufriedengibt, dass sie von der Politik mit Märchenerzählungen abgespeist wird.
Prof. Steurer geht weiter, er ist überzeugt, dass das Zeitfenster bald zugeht, um die Klimakrise in den Griff zu bekommen und ist daher auch ein Befürworter von störendem Protest.