Republikanischer Club - neues Österreich

Dienstag, 18. Oktober 2016, 19 Uhr, im RC:

DIE ALTE DICHTERIN, DIE LITERATUR UND DIE KUNST (Löcker Verlag)
Ein Diskurs mit Poesie

Buchpräsentation mit Ruth ASPÖCK (Autorin). Begrüßung: Peter BETTELHEIM (RC).

Die Autorin Ruth ASPÖCK oszilliert beruflich zwischen Wissenschaft und Kunst, was sich in den Texten bemerkbar macht. Dieser aus wechselnden Erzählperspektiven geschriebene Roman breitet Gedanken- und Erlebnisflächen aus, kreist um die vorgegebenen Themen und eröffnet sie somit erneut der Diskussion.

„Literatur und Politik“ ist im Kern das Thema des Abends, gesehen durch die Brille einer alternden Dichterin. Die kulturphilosophischen Diskussionen ihrer Jugendjahre, die von Persönlichkeiten wie Jean-Paul Sartre und Andreas Okopenko geführt wurden, beeinflussen das Leben der Gegenwartsautoren und –autorinnen. Der Alltag der Schreibenden ist das Thema und die Frage „Wozu und für wen schreibt man?“ Der freundschaftliche Umgang mit Autorenkollegen und –kolleginnen vermengen sich mit den Unbilden des Älterwerdens der Dichterin. Die Autorin Ruth ASPÖCK beschreibt in dieser im Republikanischen Club erstmals öffentlich präsentierten Neuerscheinung das Berufsleben einer Wiener Autorin inmitten eines künstlerischen Umfeldes. Dadurch wird die aktuelle Situation von Schriftstellerinnen begreiflich gemacht. Hineinverwoben werden kulturpolitische Überlegungen zum Warum und Wofür und Wie des Dichtens wie sie Jean-Paul Sartre („Was ist Literatur?“) und Andreas Okopenko (Lexikon Roman) angestellt haben. Die Autorin hofft darauf, dass sich an die Lesung eine angeregte Diskussion anschließt.

 

Ruth ASPÖCK

 

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19 Uhr, im RC:

BUCHENGASSE 100, GESCHICHTE EINER ARBEITERFAMILIE
von Oswalda TONKA

Buchpräsentation mit Gitta TONKA, Moderation: Georg TIDL. Begrüßung: Sibylle SUMMER (RC)

„Buchengasse 100“ ist die Familiengeschichte von Oswalda TONKA (1923-1999) eingebettet in historische Fakten. Entlang dreier Generationen erzählt sie vom Leben der Arbeiterfamilien, gezeichnet von Armut und Unterdrückung, von ihrem Kampf um soziale Verbesserungen und vom Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Gitta TONKA,  geboren 1952, ist die ältere Tochter von Oswalda TONKA. Als Direktorin leitete sie 17 Jahre lang eine Favoritner Volksschule am Wienerberg. In der Pension fand sie Zeit, die Manuskripte ihrer Mutter zu redigieren und in Buchform zu bringen. Im Republikanischen Club wird sie interessante Texte aus dieser „Buchengasse 100“  vorlesen.
Georg TIDL, geboren 1948, Journalist, Historiker, Schriftsteller. TIDL hat in den späten 1980er Jahren das Archiv des österreichischen Arbeiterdichters Alfons PETZOLD wissenschaftlich erfasst und es aus dem Privatbesitz der Erben in die Österreichische Nationalbibliothek überführt. Damit konnte verhindert werden, dass das Archiv kommerziell verwertet und ins Ausland verkauft wurde. TIDL wird an diesem Abend versuchen, „Buchengasse 100“ aus der Tradition der österreichischen Arbeiterdichtung heraus zu beleuchten.

 

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 19 Uhr, im RC:

ERINNERUNGEN MIT ZUKUNFT
Das Audiovisuelle Archiv im Gespräch mit Zeitzeug_innen

Diskussion zu neuen Möglichkeiten bei der Vermittlungsarbeit mit Zeitzeug_innen-Interviews.

Zeitzeug_innen spielen eine zentrale Rolle in der geschichtsorientierten Vermittlungsarbeit. Sie sind in der einzigartigen Position, ihre Erfahrungen nachgeborenen Generationen authentisch und auf individueller Ebene zu berichten. Wie aber die hochsensible Herausforderung adressieren, wenn nur noch die Zeugnisse, aber nicht mehr die Zeug_innen Auskunft geben können? Das Audiovisuelle Archiv (AVA) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Interviews mit Zeitzeug_innen zu sammeln und unter Nutzung neuer technischer Möglichkeiten zu erschließen. In Kooperation mit namhaften Institutionen arbeitet das AVA an der Etablierung eines übergreifenden Portals, das gleichermaßen eigene Produktionen wie Drittquellen bündelt und dauerhaft für eine breite Öffentlichkeit zugänglich macht.

Podium: Lucia HEILMAN (Zeitzeugin, Ärztin), Rudolf GELBARD (Zeitzeuge, Prof.), Andreas FILIPOVIC (Historiker und Projektleiter AVA),  Klaudija SABO (Historikerin und Obfrau Österr. Gesellschaft für Audiovisuelle Geschichte) und Thomas BALLHAUSEN (Key Researcher AVA).

audiovisuellesarchiv.org

 


 

Montag, 3. Oktober 2016, 19 Uhr, im RC:

Mena Watch-Gespräch:
WAHN UND WIRKLICHKEIT – DER BLICK AUF DEN NAHEN OSTEN

„Der Westen hat die Krisen und Kriege im Nahen Osten verursacht, Russland wird den Frieden in Syrien befördern, das Assad-Regime ist ein Partner im Kampf gegen den Islamischen Staat, die türkische AKP zeigt die Vereinbarkeit von Islamismus und Demokratie und mit dem iranischen Regime zusammen kann Stabilität in die Region gebracht werden“ – diese und ähnlich irrsinnige Gedanken geistern durch Politik, Medienberichterstattung und die öffentlichen Debatten, wenn vom Nahen Osten die Rede ist. Woher kommen diese Vorstellungen, die mit der Realität bestenfalls am Rande zu tun haben? Beziehen sie sich wirklich auf die Region oder handelt es sich nicht vielmehr um beachtliche Projektionsleistungen?

Gespräch mit Thomas VON DER OSTEN-SACKEN (Wadi – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit) und Florian MARKL (Mena Watch)

Veranstalter: Mena Watch (www.mena-watch.com)

 

Freitag, 30. September 2016, 19 Uhr, im RC:

FLUCHT UND ZIVILGESELLSCHAFT.
ZWISCHEN SELBSTERMÄCHTIGUNG, OPPOSITION UND VERTRAGSPARTEI

Die Entscheidung freiwillig zu helfen bedeutet oftmals ein Heraustreten aus allzu bekannten und vertrauten Zusammenhängen. Wo, wie im vergangenen Sommer, Sozialbürokratie und staatliche Institutionen auf die Hilfe nicht-staatlicher Akteur_innen angewiesen sind, öffnet sich die Maschine Staat und zeigt seine politische Mechanik, seine „Bedürftigkeit“ und auch seine Künstlichkeit. In welchem Zusammenhang stehen nun aber selbstermächtigende Projekte von Flüchtlingen und Migrant_innen, die Arbeit von klassischen Akteur_innen der Zivilgesellschaft wie des Arbeiter-Samariter-Bundes und diejenige kritischer Gruppen oder Bewegungen?

Am Podium: Maximilian ZIRKOWITSCH (Arbeiter-Samariter-Bund Wien, Fachbereich Flüchtlingshilfe), Katarzyna WINIECKA (Aktivistin und Künstlerin), Rubia SALGADO (Vereine "maiz" und "das kollektiv").

Moderation: Thomas WALLERBERGER (RC).

Anlässlich des „Langen Tag der Flucht“ (http://www.langertagderflucht.at) und in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Wien (http://www.samariterbund.net)

 

 

Montag, 26. September 2016, 19 Uhr, im RC:

VITA&VIRGINIA
Nach Briefen und Tagebüchern von Virginia WOOLF und Vita SACKVILLE-WEST

Szenische Lesung: Virginia WOOLF und Vita SACKVILLE-WEST. Ein berühmtes Liebespaar, das hier sein Leben und seine Entwicklung teilt. Über mehrere Jahrzehnte folgen die Briefwechsel und Tagebuchaufzeichnungen den beiden Frauen, die vieles verbindet und doch so vieles trennt. Mehr als 500 Briefe schrieben sich die beiden Frauen, in denen sie keinen Aspekt ihres Lebens ausließen.

Denise TEIPEL und Cristina Maria ABLINGER schlüpfen in diesem Dialogstück in die Rollen der beiden Schriftstellerinnen, die neben einer langjährigen Freundschaft eine tiefe gegenseitige Bewunderung und innige Liebe verband.

 

 

Donnerstag, 22. September 2016, 19 Uhr, im RC:

MÜCKEN UND ELEFANTEN (Drava Verlag)
Essays, Reflexionen, Polemiken

Buchpräsentation mit Mladen SAVIĆ (Autor).

Moderation: Peter BETTELHEIM.

Das Buch ist eine Bar-Mitzwa für Ungläubige, ein Bardenlied im Krach der Ideen, ein Backup gegen den Mainstream. Zeitlose, philosophische wie auch aktuelle, politische Themen werden in diesem Essay-Band eingehend behandelt – mit dem Ziel, alle Interessierten zum Denken anzuregen und die Intellektuellen aus ihrer Schockstarre zu locken.

Mladen SAVIĆ, geb.1979 in Zagreb, Jugoslawien. Studium der Philosophie in Lennoxville, Québec. Tätig als Flüchtlingsbetreuer in Wien und als Geschäftsführer der Textagentur "textlagune". Mitglied des PEN-Clubs.

 

 

Montag, 19. September 2016, 19 Uhr, im RC:

WAS GEHÖRT ZU EINER WÜRDIGEN VERTRETUNG ÖSTERREICHS?
Anforderungen und Erwartungen an einen Bundespräsidenten. Diskussion zu den aktuellen Entwicklungen.

Unterstützerinnen und Unterstützer von Alexander VAN DER BELLEN begründen ihre Wahl. Die Veranstaltung bietet überdies die Gelegenheit, um über aktuelle Entwicklungen zu sprechen.

Mit: Alexander VAN DER BELLEN, Gerald BAST, Friedhelm FRISCHENSCHLAGER, Ferdinand LACINA, Ruth WODAK, Manfred NOWAK, Alfred NOLL, Peter HUEMER, Gertraud KNOLL, Peter WEINBERGER.

Moderation: Doron RABINOVICI.

Anschließend Getränke und Brötchen!
Vertreter_innen des VdB – Teams werden vor Ort sein und Spenden sammeln! 

Näheres zur Unterstützung der Wahlkampagne von VdB: https://www.vanderbellen.at/.

Im Lichte der Bedeutung dieser Wahl für die Zukunft unseres Landes hat sich die überparteiliche Initiative „VdB – Es bleibt dabei“ gegründet, die dazu aufruft, die Wahl Alexander VAN DER BELLENS am 4. Dezember 2016 zu bestätigen. Näheres dazu: https://esbleibtdabei.at/.

Die Gesangskapelle Hermann hat ein Lied für VdB geschrieben. Der Chor, der dieses Lied singt, geht auf Reise quer durch Österreich. Näheres dazu: https://www.facebook.com/events/1733995996865288/, https://www.facebook.com/chor2go/.

Überdies weisen wir gerne auf das Lied für VdB von Paul GULDA und Agnes PALMISANO hin: https://www.youtube.com/watch?v=osJfCM090QE.

 

Alexander VAN DER BELLEN

Doron RABINOVICI

Gerald BAST

Friedhelm FRISCHENSCHLAGER

Ferdinand LACINA

Ruth WODAK

Manfred NOWAK

Alfred NOLL

Peter HUEMER

Gertraud KNOLL-LACINA

Peter WEINBERGER


 

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