Republikanischer Club - neues Österreich

Mittwoch, 21. Oktober 2009, 19 Uhr, im RC

 

ES IST BESSER, NICHT ZUVIEL UM SICH ZU SCHAUEN

Präsentation des Dokumentarfilms »Es ist besser, nicht zuviel um sich zu
schauen … – Das Arbeitserziehungslager Innsbruck Reichenau von 1941 bis
1945« von und mit Johannes BREIT.

Im Anschluss an den Film wird Johannes BREIT mit Walter WINTERBERG ein Gespräch führen. Walter Winterberg war vor seiner Deportation in das KZ Buchenwald im Frühjahr 1944 für Monate politischer Häftling im Lager Reichenau.

 

Im Dokumentarfilm berichten ehemalige Häftlinge des als Auffanglanger für
italienische Arbeiter, als Arbeitserziehungslager und als Haftlager der
Gestapo Innsbruck genutzten Lagers am Stadtrand von Innsbruck über ihre
Haft. Das Lager Reichenau in Innsbruck wurde im Jahr 1941 errichtet, um
italienische Fremdarbeiter, die auf der Flucht von ihrem Arbeitsplatz aus
Deutschland in ihre Heimat am Brenner aufgegriffen wurden, zu inhaftieren.
In der Folge war das Lager Reichenau auch Arbeitserziehungslager, ab Herbst
1943 Durchgangslager für Deportationen aus dem von Deutschland besetzten
Norditalien und Haftlager der Gestapo Innsbruck.

Für den im Zeitraum von April 2006 bis Jänner 2008 gedrehten Film hat
Johannes Breit Kontakt mit ehemaligen Häftlingen in Polen, der Ukraine,
Weißrussland, Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und in Slowenien
aufgenommen. Einige von ihnen waren bereit, vor der Kamera über ihre Haft,
ihre Lebensbedingungen im Widerstand oder als jugendliche Zwangsarbeiter,
über die Umstände ihrer Verhaftung und das Leben im Lager zu berichten. So
sind rund 60 Stunden Interviews über Zwangsarbeit in Tirol, die Rolle des
Arbeitsamtes im Nationalsozialismus, über die Arbeit der Häftlingskolonnen
in der Stadt, über Flucht und die Folgen der Haft entstanden.

Der 20-jährige Johannes BREIT arbeitete 2008/2009 als Gedenkdiener am United
States Holocaust Memorial Museum in Washington DC. Seit 2004 dreht er
Dokumentarfilme, mit denen er bisher zweimal bei der Diagonale – Festival
des österreichischen Films, vertreten war.

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Dienstag, 13. Oktober 2009, 19.00 Uhr im RC

 ARMUT IN ÖSTERREICH

Präsentation und Diskussion zum "Handbuch Armut in Österreich",  mit:

Martin SCHENK (Armutskonferenz und Diakonie)

Karin HEITZMANN  (Inst. f. Sozialpolitik, Wirtschaftsuni Wien)

Moderation: Sibylle SUMMER (RC)

Die Armutsbedrohung breiter Schichten, auch des Mittelstandes, ist eines der
großen sozialen Probleme unserer Wohlstandsgesellschaft; jetzt noch
verschärft durch die Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Beiträge dieses
Buches geben auf 800 Seiten einen umfassenden und systematischen Überblick
über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich und präsentieren
neueste Erkenntnisse zu Ursachen, Folgen und Bekämpfung von Armut. Der
Sammelband setzt sich zum Ziel, das vorhandene Wissen in systematischer
Weise aufzubereiten sowie bestehende Wissenslücken zu den jeweiligen
Themenbereichen zu schließen. 48 ExpertInnen haben an dem Handbuch und
Nachschlagewerk mitgeschrieben.

Die AutorInnen beschreiben Ursachen und Folgen der Armut, wobei sie zwischen
Risken, Erscheinungs- und Bewältigungsformen differenzieren. Einen weiteren
Themenschwerpunkt bilden die bestehenden Instrumente der Armutsbekämpfung in
Form von Initiativen privater und öffentlicher Träger. Ausblicke auf die
künftigen Herausforderungen der Sozialpolitik im europäischen Kontext
schließen den Band ab.

Handbuch Armut in Österreich. Nikolaus Dimmel, Karin Heitzmann, Martin
Schenk (Hrsg.) Studienverlag, 800 Seiten.

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ichmachpolitik.at/questions/526
 

Dienstag, 6. Oktober 2009, 19 Uhr, im RC

 

EXEKUTIVE UND MENSCHENRECHTE

Monitoring der Tätigkeit der Polizei vom Gesichtspunkt der Menschenrechte? Vergleiche zwischen Österreich und Armenien

Diskussion mit:

Gerhart WIELINGER (Univ. Prof., Vorsitzender des Menschenrechtsbeirates im Innenministerium),

Suren ISKANDARYAN (Chair of the Armenian Public Monitoring Group for Police Detention Centers),

Inna YERANOSYAN  (Head ofthe OSCE – Delegation Armenia),

Christian LUKAS (Verein der Polizeijuristen - stellv. Stadthauptmann vomPolizeikommissariat 5. Bezirk),

Nadja LORENZ (Vorsitzende des Vereins SOS Mitmensch)

Dienstag, 29. September 2009, 19 Uhr, im RC

 

DER MENSCH BRAUCHT EINEN BODEN UNTER DEN FÜßEN
Lesung und Gespräch mit Eva KOLLISCH (New York)

Moderation: Siglinde BOLBECHER
Eine Veranstaltung der FrauenAG der österreichischen Gesellschaft für Exilforschung in Zusammenarbeit mit der Theodor Kramer Gesellschaft.
Eva KOLLISCH, geb. 1925 in Wien, flüchtete 1939 mit einem Kindertransport über England in die USA. Aktivistin der US-amerikanischen Friedens- und Menschenrechtsbewegungen. Unterrichtet Deutsch, Vergleichende Literaturwissenschaft und Women’s Studies am Sarah Lawrence College in New York. Schreibt Gedichte, Erzählungen, Erinnerungen, so "Mädchen in Bewegung" (Wien 2003, engl. 2000) und "The Ground Under My Feet" (New Jersey 2007; erscheint 2010 auch im Czernin Verlag, Wien).

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Mittwoch, 16. September 2009, 19 Uhr, im RC

IN WELCHER TRADITION?
Das österreichische Bundesheer und die deutsche Wehrmacht

Podiumsdiskussion mit:
Dieter A. BINDER (Univ. Prof. Historiker, Inst. für Geschichte der Universität Graz)
General i. R. Hubertus TRAUTTENBERG
Albert STEINHAUSER, (Abg. z. NR, Die Grünen)
Heidemarie UHL (Historikerin, Österreichische Akademie der Wissenschaften)
Johann MAIER (Abg. z. Nationalrat, SPÖ)
Andreas KOHL (Seniorenbund, ÖVP)
Moderation: Julia ORTNER (Falter)

Die Podiumsdiskussion ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung „Was damals Recht war. Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ im Theater Nestroyhof / Hamakom, Nestroyplatz 1, 1020 Wien, www.pk-deserteure.at 

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Dienstag, 15. September 2009, 19 Uhr, im RC

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LESUNG gemeinsam mit der Theodor Kramer Gesellschaft www.theodorkramer.at

Nahid BAGHERI-GOLDSCHMIED und Isaak MALAKH lesen aus ihren
Büchern "Chawar" und "Isja, ein Kind des Krieges"(beide: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2009).
Einleitung: Konstantin KAISER
 

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